Außenwerbung

JCDecaux steigert 2011 weltweite Umsätze auf 2,5 Milliarden Euro

- Vor allem die Schwellenländermärkte sowie Frankreich und Deutschland sorgten bei JCDecaux 2011 für ein weltweites Umsatzwachstum von 4,8% auf 2,463 Milliarden Euro. Damit erreichte der Konzern einen neuen Rekordumsatz. von Thomas Kletschke

Das Jahr 2011 bescherte JCDecaux ein Umsatzplus von rund 5 Prozent

Das Jahr 2011 bescherte JCDecaux ein Umsatzplus von rund 5 Prozent

Das Umsatzwachstum im vierten Quartal verlangsamte sich allerdings. Während das Geschäft in boomenden Märkten wie der Türkei, Indien und Kasachstan weiterhin brummte, litt das Geschäft mit Großflächenwerbung in Frankreich und Südeuropa. Für die ersten drei Monate des Jahres zeigt sich der Konzern zuversichtlich.

Detaillierte Aussagen zum Digital Geschäft wurden noch nicht veröffentlicht. Es ist allerdings davon auszugehen, das sich die Produkte der digitalen Außenwerbung analog zum Markt besonders dynamisch entwickelt haben.

JCDecaux SA – nach Konzernangaben seit 2010 gemessen am Umsatz weltweite Nummer 1 in der Außenwerbung – gibt jetzt seine aktuellen Zahlen bekannt. Das an der Euronext notierte Unternehmen hat den Konzernumsatz im Gesamtjahr 2011 um 4,8% auf 2,463 Milliarden Euro gegenüber 2,35 Milliarden Euro im Vorjahr gesteigert. Der organische Umsatz stieg um 5,7%. Das organische Umsatzwachstum verdankt sich vorwiegend der Dynamik des Transportsegments im asiatisch-pazifischen Raum und den restlichen Ländern der Welt, sowie den positiven Ergebnissen der Konzernsparte Stadtmöblierung in Schlüsselmärkten wie Frankreich und Deutschland. Der Umsatz im Kerngeschäft, also. die Werbeeinnahmen ohne Umsätze aus Verkauf, Vermietung und Wartung von Stadtmöbeln, wuchs organisch um 5,2%.
Im vierten Quartal 2011 stieg der Konzernumsatz um 3,6% auf 715,9 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Änderungen des Konsolidierungskreises wuchs der organische Umsatz um 3,3%.

Stadtmöblierung: Der Jahresumsatz im Unternehmensbereich Stadtmöblierung stieg um 2,8% auf 1.179,0 Millionen Euro (organisch: 2,3%). Frankreich und Deutschland konnten gute Ergebnisse vermelden. Auch in Nordamerika verzeichnete der Unternehmensbereich – bereinigt um den Effekt der Nichtverlängerung eines gering profitablen Vertrags mit US-amerikanischen Einkaufszentren Ende 2010 – ein beachtliches organisches Wachstum. Im nordamerikanischen Markt beginnt JCDecaux von den neu eingeführten, einheitlichen Leistungswerten („Eyes On“) zu profitieren. Diesen positiven Ergebnissen standen eine weiterhin unbefriedigende Umsatzentwicklung in Südeuropa und ein leichter Umsatzrückgang in Großbritannien gegenüber. Bemerkenswert sind die kontinuierlich guten Ergebnisse in schnellwachsenden Märkten wie der Türkei, Indien und Kasachstan, wo 2011 jeweils zweistellige Wachstumsraten verzeichnet wurden. Der Umsatz im Kerngeschäft, also die Werbeeinnahmen ohne Umsätze aus Verkauf, Vermietung und Wartung von Stadtmöbeln, stieg im Berichtszeitraum um 1,7%.

Im vierten Quartal erzielte der Unternehmensbereich Stadtmöblierung nur ein schwaches organisches Wachstum. Während sich Frankreich und Nordamerika im Als-ob-Vergleich zum Vorjahr gut entwickelten und Großbritannien nach zwei schwierigen Quartalen eine Erholung meldete, musste Deutschland eine leichte Abschwächung der starken Umsatzentwicklung hinnehmen. Wie erwartet litt das Ergebnis in Südeuropa auch im vierten Quartal unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Transportmedien: Im Gesamtjahr kletterte der Umsatz in diesem Segment um 12,5% auf 874,8 Millionen Euro. Das Ergebnis resultiert aus einem kräftigen organischen Umsatzwachstum von 15,8%, das allerdings durch negative Wechselkurseffekte und Änderungen des Konsolidierungskreises teilweise neutralisiert wurde. Der Unternehmensbereich Transportmedien profitierte auch im Jahr 2011 von einem weltweit stabilen Wachstum des Personenluftverkehrs. In China erhielten die Aktivitäten von JCDecaux im Bereich der U-Bahn-Werbung einen kräftigen Schub. Neben der Erweiterung bestehender und dem Bau neuer Linien trug dazu auch die sich verändernde Fahrgaststruktur bei: Die U-Bahn wird in steigendem Maße von vielfältigen, kaufkräftigen Zielgruppen genutzt. In schnellwachsenden Regionen wie dem asiatisch-pazifischen Raum und den übrigen außereuropäischen Märkten der Gruppe, aber auch in Großbritannien erzielte der Unternehmensbereich Transportmedien zweistellige Ergebnisse, während Nordamerika ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich meldete.

Auch im vierten Quartal konnte das Segment Transportmedien im asiatisch-pazifischen Raum und in den restlichen Ländern der Welt, in denen JCDecaux tätig ist, wieder zweistellige Ergebnisse verzeichnen, während sich die Umsatzentwicklung in Nordamerika, Frankreich und Großbritannien gegenüber den vorangegangenen neun Monaten abschwächte.

Großflächenwerbung: Die Konzernsparte Großflächenwerbung verzeichnete im Gesamtjahr einen Umsatzrückgang um 3,8% auf 409,2 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Änderungen des Konsolidierungskreises ging der organische Umsatz um 3,7% zurück.

Der Unternehmensbereich, dessen Aktivitäten auf Europa konzentriert sind, litt unter dem schwierigen Geschäftsklima, das in dieser Region während des gesamten Jahres herrschte. Daneben wirkte sich die Rationalisierung von Großflächenstandorten in Frankreich und Südeuropa, die 2011 zum Abschluss gebracht wurde, negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Allerdings konnte im vierten Quartal in Südeuropa eine leichte Erholung verzeichnet werden, die sich vor allem den guten Ergebnissen in Spanien verdankt.

Jean-François Decaux, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von JCDecaux SA wird weitere Zahlen zum ersten Quartal 2012 am 8. März bekannt geben, wenn die Jahreszahlen 2011 komplett sind. Bereits heute signalisiert er aber einen vorsichtig optimistischen Ausblick auf das noch junge Jahr. „Es zeichnet sich bereits heute ab, dass die Buchungszahlen für das erste Quartal – trotz der Unsicherheit des globalen makro-ökonomischen Umfelds – zufriedenstellend sind“, wird Jean-François Decaux in einer aktuellen Pressemitteilung des Konzerns zitiert. (tk)

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