Besser als 3D

Roboter zieht die Aufmerksamkeit auf sich

- Während in Europa noch diskutiert wird, ob und wie Bildschirme in Schaufenstern die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich ziehen, ist man in Japan schon einen Schritt weiter. von Oliver Schwede

Uncanney Valley

Weniger ist oft mehr, damit Roboter von Menschen akzeptiert werden

Im Kaufhaus Takashimaya in Tokio sitzt eine Roboter-Frau im Schaufenster und winkt den Passanten zu. Die künstliche Dame ist die Schöpfung von Dr. Hiroshi Ishiguro von der Universität Osaka, der für seine lebensnahmen Androiden bekannt ist.

Was als Eye-Catcher gedacht ist und Passanten positiv ansprechen soll, ist wissenschaftlich höchst komplex. Denn wie Forscher herausgefunden haben ist der Grat zwischen Sympathie und Ablehnung gegenüber künstlichen Geschöpfen sehr schmal.

Die Forschung hat herausgefunden, dass Menschen künstliche und abstrakte Figuren anziehender finden und akzeptieren als die, welche dem Menschen nachempfunden sind. Die Akzeptanz fällt ab einem bestimmten Ähnlichkeitsniveau mit dem Menschen schlagartig ab und steigt erst ab einem sehr hohen Grad wieder an. Die Akzeptanz ist dann am höchsten, wenn sich der Roboter nicht mehr vom echten Menschen unterscheiden lässt. Dieser Effekt wird als „Uncanney Valley“ bezeichnet.

Unser Tipp: weniger ist mehr. Lieber einen Roboter Wall-e ins Schaufenster stellen, als eine künstliche wirkende Androiden-Dame.

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