Wall AG

Hans Wall als Aufsichtsrat ausgeschieden

- Bei der Wall AG geht eine Ära zu Ende: Firmengründer Hans Wall ist satzungsgemäß aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der 70-Jährige geht in den „Unruhestand“ und wird sich nun stärker dem Mäzenatentum widmen. von Thomas Kletschke

Abschiedsspende für die Turmspitze: Jean-Francois Decaux und Daniel Wall überreichen Hans Wall den Scheck

Abschiedsspende für die Turmspitze: Jean-Francois Decaux und Daniel Wall überreichen Hans Wall den Scheck

Hans Wall – Firmengründer des Berliner Stadtmöblierers und Außenwerbers Wall AG – ist aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens ausgeschieden. Der Austritt erfolgte satzungsgemäß mit Erreichen des 70. Lebensjahrs. Seit Januar 2007 war Hans Wall Vorsitzender des Gremiums. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender wurde sein bisheriger Stellvertreter Jean-François Decaux, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von JCDecaux SA. Decaux gehört dem Aufsichtsrat der Wall AG seit 2001 an. Dr. Oleg de Lousanoff, seit Anfang 2010 Mitglied im Aufsichtsrat der Wall AG, übernimmt ab sofort die Funktion des stellvertretenden Aufsichtsrats-Vorsitzenden.

Hans Wall wurde am 17. März 1942 in Künzelsau, Baden-Württemberg, geboren. Der gelernte Maschinenbautechniker gründete 1976 als Deutschlands erster Stadtmöblierer und Außenwerber mit eigenem Produktionswerk die damalige Wall Verkehrsanlagen GmbH im badischen Ettlingen. 31 Jahre lang leitete Hans Wall das Unternehmen. Heute ist die Wall AG nach eigenen Angaben die Nummer 1 in Deutschland im Bereich Stadtmöblierung.

Hans Wall wurde vielfach für sein kulturelles wie soziales Engagement öffentlich geehrt. So erhielt er im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz. 2004 ehrte ihn die Jüdische Gemeinde von Berlin für sein Eintreten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz mit dem Heinrich-Stahl-Preis. Wall ist zudem Vorstandsvorsitzender des Vereins Denk mal an Berlin e.V. Als solcher kann er nun über ein Abschiedsgeschenk seiner Firma verfügen:

Vorstand und Aufsichtsrat der Wall AG bedankten sich bei Hans Wall für seine Arbeit. Vom Aufsichtsrat  erhielt Hans Wall eine Spende in Höhe von 25.000 Euro für sein Herzensprojekt, der Wiedererrichtung der Turmspitze der Berliner Parochialkirche.

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