Digital Signage Conference Munich

Appetit auf Advanced Analytics – Tom Nix und Stefan Menger stellen SCALA-Menü zusammen

- Bei SCALA fing einmal alles mit einem Commodore Amiga an – auch der ursprüngliche Firmensitz lag in Nordeuropa. 25 Jahre später konzentriert sich der Anbieter auf Integration und Interpretation von Daten, um Firmen wie Citroën, BP oder Mc Donald’s einen wesentlich genaueren Blick auf die Bedürfnisse ihrer Kunden geben zu können. CEO Tom Nix und der frisch zu SCALA gewechselte Dr. Stefan Menger stellten SCALAs Menükarte vor: Advanced Analytics sollen die Wirksamkeit der Kampagnen überprüfen und fließend verbessern helfen. von Thomas Kletschke

Tom Nix und Dr. Stefan Menger (v.l.n.r.) stellten SCALAs künftige Weiterentwicklung vor (Foto: invidis.de/ Göttlicher Fotografien)

Tom Nix und Dr. Stefan Menger (v.l.n.r.) stellten SCALAs künftige Weiterentwicklung vor (Foto: invidis.de/ Göttlicher Fotografien)

Als SCALA 1987 in Norwegen gegründet wurde, arbeitete man mit dem damals bestverfügbaren Rechner, dem Commodore Amiga; 1992 zog es das Unternehmen in die USA. Heute arbeiten etwa 100 Mitarbeiter an Standorten in zwölf Staaten dara, für die 8.000 Kunden des Unternehmens innovative Lösungen zu finden. Die Kundschaft geht quer durch alle Branchen: vom Autohersteller über Fast Food-Ketten bis zu Medienanbietern. Die nahe Zukunft soll die Chancen von Big Data in konkrete Signage Software-Anwendungen nutzbar machen – Advanced Analytics sind ab jetzt das Ding, Echtzeit-Signage das Ziel.

Tom Nix schilderte, wie früher Kampagne von Planung, Durchführung bis hin zur Messung der Wirksamkeit 18 Monate brauchten. Heutzutage werde zwar vieles sehr schnell umgesetzt – dennoch sei die Erfolgsmessung noch nicht zu einem ständig laufenden Prozess geworden. Immer noch würden die Erfolge und Misserfolge von Kampagnen nicht genau genug mit den verfügbaren Daten abgeglichen.

Advanced Analytics  soll Digital Signage umfassend auf die nächste Stufe heben (Grafik: SCALA)

Advanced Analytics soll Digital Signage umfassend auf die nächste Stufe heben (Grafik: SCALA)

Für SCALA ein Ansatzpunkt, interne und extern verfügbare Daten zum Nutze von Endkunde und Unternehmen gleichzeitig nutzbar machen zu wollen (siehe Grafik links). Dabei machte Nix klar, dass Sorge vor der Technik nicht angebracht sei. Weder die Sorge um Datenschutz, noch die Angst vor der unbekannten Technik sollte Werbungtreibende davon abhalten, sich um die Daten aktiv zu kümmern. Dabei gelte immer noch die 90-10-Regel im Bereich Analytics: in 90% gehe es um den Menschen, ihre Interessen, die Art der Fragen, die man an die Daten stellen wolle. Lediglich die verbleibenden 10% seien Fragen der Technik und der Umsetzung.

Vor kurzem hatte SCALA eine entsprechende Personalie bekannt gegeben: Dr. Stefan Menger leitet jetzt als Vice President of Advanced Analytics die entsprechende Unternehmenseinheit. Sie wurde in den USA gegründet – wo der Deutsche seit Jahren wohnt. Klar sei, so Menger im Gespräch mit invidis.de, dass SCALA auch weiterhin bei seinem Stammgeschäft bleiben wolle. Allerdings wolle man die intern vorhandenen und extern beziehbaren Informationen zusammenführen, um sie für Digital Signage-Anwendungen zu optimieren.

Geschäftserfolge sollen künftig nicht mehr bloße Zufälle sein (Grafik: SCALA)

Geschäftserfolge sollen künftig nicht mehr bloße Zufälle sein (Grafik: SCALA)

Während des Vortrags zeigte Menger am Beispiel einer DS-Anwendung für eine Fast Food-Kette, dass der Verkaufserfolg eines bestimmten Burgers oder Salats zu einem bestimmten Zeitpunkt jetzt so genau getrackt werden kann, dass man die genauen Ursachen dafür eindeutig herausfinden kann. – Voraussetzung dafür, um in der Anwendung selbst die verschiedenen Produkte auf die Display-Menükarte bewerben kann.

Gegenüber invidis.de sagte Stefan Menger, dass es für die Unternehmen bald darum gehen werde, in Echtzeit auf Echtzeitergebnisse reagieren zu können. Gleichwohl gelte es, in den Firmen noch vorhandene Vorbehalte abzubauen. Zu oft noch halte man die Materie zu kompliziert, so Menger. SCALA-Produkte würden in naher Zukunft die beim Kunden-Unternehmen bereits vorhandenen Daten sowie externe Quellen in die DS-Anwendung einfließen zu lassen. Dabei wolle man als Schnittstelle entweder bereits im Unternehmen mit anderer Software aufbereitete Daten in die eigene Lösung einbinden – oder den Kunden-Unternehmen diesen Service mit-anbieten können.

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