iPad am POS

Tablets im Signage-Einsatz – ArmorActive will hoch hinaus

- Footlocker-Läden nutzen es, die Bank of America – und jetzt auch LL Bean: Ein modifiziertes iPad als Kiosk-System am Point of Sale. US-Anbieter Armor Active hat eine Reihe verschiedener Systeme im Angebot. Sie sind mit diversen Ständern lieferbar und verzieren so etwa Filialen des Modelabels Guess. Aber auch optisch Ausgefalleneres kommt zum Einsatz – etwa für die US-Tochter einer großen europäischen Bank. von Thomas Kletschke

ArmorActive-Installation im ING Direct Cafe in San Francisco (Foto: ArmorActive)

ArmorActive-Installation im ING Direct Cafe in San Francisco (Foto: ArmorActive)

Seit dem Siegeszug des iPads in der Consumer-Welt haben sich die Apple-Geräte ein wachsendes Terrain außerhalb der privaten Anwendernutzung etabliert. Längst werden die privaten Geräte in den Unternehmen eingesetzt (BYOD – Bring Your On Device) – oder gleich von der Firma angeschafft. Nahezu alle Branchen und Firmengrößen sind inzwischen vertreten, vom kleinen Elektroistallationbetrieb über den Steuerberater bis zum Warenhauskonzern will anscheinend keiner auf die Tablets verzichten. Apps zur Steuerung von Industrieanlagen oder zur Nutzung der gerade benötigen SAP-Anwendungen sind heute selbstverständlich.

Tablet und Turnschuh - Footlocker UK setzt auf Signage-Lösungen im Regal (Foto: ArmorActive)

Tablet und Turnschuh – Footlocker UK setzt auf Signage-Lösungen im Regal (Foto: ArmorActive)

Nach dieser zweiten BYOD-Welle sind jetzt auch Unternehmen mit größeren Filialnetzen dazu übergegangen, nicht bloß mit Apps auf die Bedürfnisse ihrer Kunde und Mitarbeiter zuzugehen. In den Staaten und Großbritannien setzen Kunden aus Handel und Mode, Banken und Finanzdienstleister, Burgerbräter-Ketten, aber auch Anbieter aus Hotellerie und Konferenz-Organisation auf iPads als physische Geräte vor Ort. Auch karitative Organisationen setzen auf solche Lösungen, temporär etwa bei Charity-Events. Der Anbieter ArmorActive hat für eine Reihe von Kunden verschiedener Lösungen installiert, die als Kiosk-System mit Standfuß, als edel anmutende Einzellösung mit Holzverkleidung oder gereiht in einer Regal-Reihe zum Einsatz kommen.

Probeliegen mit iPad: Lösung für das Möbelhaus Sleepland/ Furnitureland South (Foto: ArmorActive)

Probeliegen mit iPad: Lösung für das Möbelhaus Sleepland/ Furnitureland South (Foto: ArmorActive)

Sich selbst bezeichnet die Firma aus dem US-Bundesstaat Utah als den weltweit am schnellsten Tablet Kiosk-Hersteller. Neben der Hardware-Anpassung und den Gehäusen rüstet ArmorActive die iPad-Lösungen auch mit Kreditkarten-Lesern aus, was besonders für Anwendungen im Handel und Banking interessant ist. Softwareseitig werden MDM-Lösungen (Mobile Device Management) und Apps angeboten, die die Tablets für den Einsatz als Kiosksysteme fit machen sollen. Neben Apps fürs iPad werden auch Apps für andere Tablets wie den Kindle Fire oder das Galaxy Tab programmiert, um den stationären Betrieb zu gewährleisten oder zu optimieren.

Trotz IT-Integration in sensiblem Umfeld – auch Banker brauchen’s

Holzverkleidetes Kiosk im ING Cafe (Foto: ArmorActive)

Holzverkleidetes Kiosk im ING Cafe (Foto: ArmorActive)

Die Tablets am PoS können gekauft oder gemietet werden, so dass die Kosten überschaubar und planbar bleiben. Neben Branchen-Dickschiffen wie Nike und Adidas, haben auch mittelgroße und kleinere Firmen stationäre Tablet-Varianten installiert. Zudem sind mit der ING Direct – Tochter des niederländischen Bankenkonzerns ING – oder American Express sowie der kleinen, lokalen Zions-Bank bereits eine Reihe von Kunden aus der sehr konservativen und auf IT-Sicherheit extrem angewiesenen Finanzdienstleistungsbranche mit iPad-, Asus- oder anderen Tablet-Systemen in Filialen aktiv.
Seit August 2012 setzt  LLBean 75 Kioske lokal ein (Foto: ArmorActive)

Seit August 2012 setzt LLBean 75 Kioske lokal ein (Foto: ArmorActive)

Seit neuestem setzt auch der in Neuengland beheimatete Bekleidungs-Versender LL Bean auf Kiosksysteme aus Utah. Die 1912 von Leon Leonwood Bean gegründete Firma setzt in ihrem Gründungsjahr nun 75 iPad-Kiosksysteme von ArmorActive an ihren Filialstandorten in den USA ein.

ArmorActive will – wie vergleichbare Anbieter – hoch hinaus. Mit der Vielfalt an Kunden aus unterschiedlichsten Branchen scheint ihnen das bisher ganz gut zu gelingen. Zumindest in Gipelnähe ist man schon mal gekommen: Im Mai 2012 sponserte man eine Expedition zum Mount Everest – samt iPad. Allerdings schaffte es die Expedition „nur“ – und damit immerhin über 7.000 Meter.

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