Vermarktung

Analoge Werbeflächen passen sich digitalem Rhythmus an

- Werbung je nach Zielgruppe und Tageszeit anzupassen ist mit digitalen Außenwerbeflächen längst möglich. Nun versucht Ströer, auch seine analogen Werbeträger flexibler zu gestalten. von Stefanie Schömann-Finck

Megalight von Ströer (Foto: Ströer)

Pünktlich zur Geschäftsjahreseröffnung für das Jahr 2013 stellt die Ströer Gruppe alle ihre hinterleuchteten Premium-Großflächen auf die Woche um. Das neue Produkt heißt Mega-Light Select. Es ist künftig auch einzeln buchbar. Kunden hätten, so Ströer, seit Jahren gefordert, Großflächen von der Dekade auf die Woche umzustellen. Der Kölner Außenwerber ist nun der erste Anbieter, der das tut.

„Mit diesem historischen Schritt werden wir bei positiver Erfahrung ein mehrstufiges Programm umsetzen, das dann auch die klassische Großfläche in großen Städten auf die Woche umstellt“, sagt Esther Raff, Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb der Ströer Media Deutschland GmbH. „Diese Innovation ist auch deshalb einmalig, weil auf einen Schlag mit 5.000 Flächen eine kritische Masse zur Verfügung steht, die über Geotargeting erstmals als hinterleuchtete Premiumflächen in einer Monokampagne gebucht werden können. Wir erschließen damit ein neues Marktsegment für Premiumkunden, die Einzelstellenselektion für hochwertige Außenwerbeprodukte suchen.“

Die Buchungskosten für diese Flächen liegen um 27 Prozent unter dem bisherigen Ticketpreis. Ströer wirbt für das Produkt mit dem Vorteil, dass durch die Reduktion der Buchungstage und die sinkenden Belegungskosten das frei gewordene Budget in zusätzliche Standorte investiert und die Visibilität der Kampagne entsprechend erhöht werden kann.

Die Reaktion von Ströer und die nun beginnenden Veränderungen bei der Vermarktung und Buchung analoger Flächen zeigen, welche wichtige Rolle Digital-out-of-Home mittlerweile spielt. Ströer geht einen Weg, den die digitalen Außenwerbeflächen und ihre Buchungsschienen bereits vorgegeben haben. Werbetreibende und Mediaagenturen haben die Vorteile des digitalen endgültig erkannt und fordern diese nun auch von den analogen Werbeflächen ein.

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