LED-Installation

Braunschweigs Toblerone strahlt jetzt – mit HBK-Filmen

- Seit Januar 2013 leuchtet die 150 qm große, dreiseitige Medienfassade auf der Braunschweiger „Toblerone“. Mit kreativem Bewegtbild-Content von Studenten der HBK Braunschweig sowie Adolf Winkelmann strahlt das 60 Meter hohe Dach – das Hochhaus ist Sitz der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg (BraWo) und Zentrum des BraWoParks, der rund um das Gebäude entsteht. Die LED-Installation stammt von der Kohlberger ICT. von Peter Beck

Video-Arbeit „Guck! Watch!" von Swetlana König auf der LED-Fassade am BraWoPark (Foto: HBK Braunschweig)

Video-Arbeit „Guck! Watch!“ von Swetlana König auf der LED-Fassade am BraWoPark (Foto: HBK Braunschweig)

Das im Volksmund als „Toblerone“ bezeichnete, ehemalige Postgebäude ist Kernstück des direkt am Braunschweiger Hauptbahnhof entstehenden BraWoParks und Verwaltungssitz der Volksbank. Der BraWoPark der Volksbank BraWo ist mit einem Finanzvolumen von 130 Millionen Euro aktuell das größte Bauvorhaben eines privatwirtschaftlichen Investors in Niedersachsens zweitgrößter Stadt. Tagsüber und nachts leuchtet jetzt die „multimediale Krone“ in 60 Metern Höhe. Die LED-Installation mit kreativen Bewegtbildern wurde von der ICT Innovative Communication Technologies AG (Kohlberg) realisiert.

Als Spezialist für außergewöhnliche LED-Installationen war ICT frühzeitig in die Planungs- und Testphasen der BraWoPark-Medienfassade eingebunden und konnte sein Know-how als medientechnischer Generalunternehmer der Medienfassade des Dortmunder U-Turms, die Vorbild für das Braunschweiger Projekt war, einbringen. Die Medienfassade – von den einstigen Architekten des „Toblerone“-Gebäudes (gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg) geplant und entworfen – wurde in Form jalousieähnlicher LED-Lamellen in den vorhandenen Dachkronenkorpus integriert. Das ICT-Team verbaute in den neun Gefachen der Dachkrone tageslichttaugliche und für den Außeneinsatz geeignete LED-Technik, die nun mit ihren 350.000 Einzel-LEDs eine umlaufende Gesamtbildfläche von 150 m² bietet. Komplexe Steuerungstechnik, die ebenfalls von ICT programmiert und installiert wurde, sorgt für eine an die Umgebungsbedingungen angepasste, optimale Bilddarstellung und den energieeffizienten Betrieb der Anlage.

Digitaler Löwe zeigt seine Krallen - Braunschweiger Wappentier auf der LED-Fassade (Foto: Volksbank BraWo)

Digitaler Löwe zeigt seine Krallen – Braunschweiger Wappentier auf der LED-Fassade (Foto: Volksbank BraWo)

Zweite Außenfassaden-Installation für Kamera-Professor Winkelmann

Die Filme, die auf der Medienfassade gezeigt werden, stammen von Nachwuchs und einem alten Hasen. Die Gewinner eines dafür ausgeschrieben Wettbewerbs an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig zeigen ihre Videoarbeiten. Und auch Adolf Winkelmann – Filmemacher und Professor für Film-Design an der FH Dortmund – zeigt Bewegtbild-Content an der Toblerone. Winkelmann hatte im Rahmen der RUHR 2010 eine Videoinstallation am Dortmunder U realisiert – damals hatte seine Trilogie „Fliegende Bilder“ auf der LED-Fassade am U-Turm Premiere. Die Fassade setzt sich aus 1,7 Millionen LEDs zusammen (hier geht’s zur Web-Cam am Dortmunder U).

Auf der neuen Braunschweiger Medienfassade werden neben den Arbeiten von Film-Altmeister Winkelmann jeweils dienstags und mittwochs herausragende Produktionen von Studierenden und jungen Absolventen der HBK Braunschweig gezeigt. Swetlana Königs Illumination „Guck! Watch!“ machte den Auftakt der Inszenierungen. In Kooperation zwischen Hochschule und Volksbank werden zwölf künstlerische Beiträge in luftiger Höhe gezeigt (hier geht’s zum Livestream an der Braunschweiger Toblerone). Die Video-Produktionen schöpfen das Potential der neuen Technologie perfekt aus. ICT realisierte damit nach eigenen Angaben die beiden einzigen Video-Installationen dieser Art in Deutschland (Braunschweig und Dortmund).

Auch in Münster gibt es ein Außenfassadenprojekt, das auf die Illumination eines Bankgebäudes setzt: die PSD Bank Westfalen-Lippe eG setzt auf eine 14 mal 14 Meter große Fläche mit 220.000 LEDs in Lamellenstruktur von der Kölner ag4. Auch hier setzt man seitdem auf kreative Filme sowie Kooperationen mit Kulturinstitutionen der Universitätsstadt. Im letzten Jahr wurde das Konzept auch um eine akustische beziehungsweise Smartphone-Ebene erweitert -seit Juli 2012 liefert die App “PSDklang” passende Soundtracks zu den Filmen der Installation aufs Smartphone aus.

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