ISE 2013

Professionell und hübsch

- Die Bildschirme schwarz, die Soundshower stumm, die Gänge leer: Die ISE 2013 ist vorüber. Was bleibt sind zufriedene Organisatoren, positiv gestimmte Teilnehmer und eine Branche, die hochprofessionell geworden ist. von Stefanie Schömann-Finck

Besucherrekord bei der ISE 2013

894 Aussteller, 33.000 Quadratmeter, 44.109 Besucher – die ISE hat sich bezüglich der Zahlen wieder einmal selbst übertrumpft. Dazu die Nachricht, dass der Vertrag mit dem RAI bis 2019 verlängert wurde und der Messetermin aus Rücksicht auf nordamerikanische Veranstaltungen nach hinten verlegt wird. Die Organisatoren der ISE sind zufrieden mit sich, dem Ergebnis und der Entwicklung der Messe.

Die positive Stimmung unter Ausstellern und Besuchern bestätigt sie. Größere Stände, mehr Personal vor Ort, aufwändigere Installationen und profunde Gespräche zeugen davon, welchen Stellenwert die ISE innerhalb der Digital-Signage-Branche einnimmt. Und: Sowohl die Auftritte der meisten Aussteller, als auch die Mitarbeiter haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Sie sind höchst professionll geworden und ein Beleg, dass die Branche tatsächlich erwachsen geworden ist.

Schade auf der ISE ist lediglich, dass trotz der von den Organisatoren angepriesenen Digital Signage Area die Anbieter doch über die gesamte ISE verteilt sind. Das verringert die Aufmerksamkeit und verlängert die Wege. Doch im nächsten Jahr steht eine große Veränderung an: die Halle 8 wird exklusive Digital Signage Halle.

Bahnbrechende Neuigkeiten hatte kein Aussteller zu bieten. Es herrschte aber Einigkeit darüber, was im Trend liegt: Videowalls, 3D, Interaktivität in allen Formen, HTML5, Android und das alles in Endkunden-freundlichen Gesamtpaketen.

Nicht alles ist sinnvoll und wird am Markt tatsächlich gefragt, aber Vieles ist beeindruckend und wirklich schön anzuschauen. Etwa die 3D-Videowall bei LG, an der wohl kein Besucher vorbeikam, ohne sich eine Brille aufzusetzen. Oder die Display-Installation bei Samsung. Auch ein Augenschmaus waren die animierte LED-Kugel von Leurocom, der Sony-Stand in Beton-Optik oder der Supermarkt-ähnliche Stand der Online Software AG.

Und das gehört neben aller Professionalität und überzeugender Technik eben auch zur wichtigsten Branchenmesse: Dass die Unternehmen zeigen, was möglich ist und was sie können. Egal, ob der Markt es braucht.

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