Digital Signage in Shopping Center

ECE startet „Future Labs“ mit digitalen Einkaufserlebnissen

- ECE testet digitale und interaktive Einkaufserlebnisse in zwei ausgewählten Centern. Die als „Future Labs“ ausgewählten ECE-Einkaufszentren der Zukunft sind das Alstertal Einkaufszentrum Visasvis der ECE- Unternehmenszentrale in Hamburg und das Shopping Center Limbecker Platz in Essen. von Florian Rotberg

ECE Dortmund Limbecker Platz

ECE Essen Limbecker Platz

In beiden „Zukunftslaboren“ testet Europas führender Einkaufszentrumsbetreiber zahlreiche neue Service-Angebote – vom virtuellen Wegeleitsystem über eine Vielzahl von Social-Media – Verknüpfungen bis hin zu interaktiven Spielflächen.

Einkaufszentrums-Studie

Kostenloser Download der Einkaufs-zentrums-Studie von Roland Berger und ECE

„Damit nehmen wir die Ergebnisse unserer im Februar vorgestellten Studie  zum Kaufverhalten in der Multichannel-Welt auf und bringen neue interaktive Einkaufserlebnisse in unsere Shopping-Center“, so Alexander Otto, Vorsitzender der ECE-Geschäftsführung.

Beide „Future Labs“ sollen als Experimentierfelder für neue technische Trends und Ideen dienen. „Entwicklungen, die den Kunden gefallen, werden weiterverfolgt und auch in anderen Centern eingesetzt. Was nicht ankommt, wird wieder aus dem Programm genommen und durch neue Ideen ersetzt“, erklärt Henrie W. Kötter, Geschäftsführer Center Management der ECE.

„Wir haben uns gefragt: Was können wir von den Online-Händlern lernen?“, so Kötter. Entscheidend sei, potentiellen Kunden maßgeschneiderte Informationen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.

Neben Smartphone Apps und einem Punkte-Sammel- und Gutschein-System werden eine ganze Liste an Neuheiten in den „Future Labs“ getestet:

  • Mall Wall: Auf dem 4×4 Meter große Videowall in der Ladenstraße können die Besucher mit Hilfe eines speziell entwickelten „Touch Screens“ interaktiv agieren: Zur Auswahl stehen z. B. Modetipps, Social Media, Bloggerforen, Spiele und Augmented-Reality-Animationen, bei denen der Betrachter eine durch virtuelle Bilder erweiterte Wirklichkeit erleben kann.
  • Reise der Riesen: Auf der Kinderspielfläche können Centerbesucher im Alter von 6 bis elf Jahren virtuell in die Welt der Riesen eintauchen und Abenteuer erleben. Bis zu sechs Kinder können an einem Spiel teilnehmen – die individuell erzielten Punkte werden auf einem Armband gespeichert.
  • WLAN: Ab sofort gibt es im Center WLAN – Empfang. Die Besucher können sich per SMS registrieren und erhalten einen Zugangscode (erste Stunde kostenlos).
  • 3D-Wegeleitsystem: Als neue Art der Shop-Suche bietet das 3D-Wegeleitsystem „Your Way2go“ die Möglichkeit, sich den schnellsten Weg zum gesuchten Store als 3D-Animation per QR-Code aufs Handy zu laden oder sofort am Bildschirm zeigen zu lassen.
  • Am Info Gate (Flughafen München) beantworten Service-Mitarbeiter via Live -Video Fragen der Besucher. Weiterhin bestehen bleibt die bisherige Kunden-Information mit persönlichen Ansprechpartnern.
  • Gloria“ ist ein virtueller Mall Avatar und weiß alles über das Center. Die Besucher kommunizieren mit der virtuellen Shopping-Center-Führerin interaktiv über Touch-Screen und Bildschirm. „Gloria“ gibt nützliche Tipps, spielt mit den Besuchern und versendet Videobotschaften.
  • Multi Media Lounge: In entspannter Atmosphäre können die Kunden in der Multi Media Lounge die neuesten Technologien von Samsung kennenlernen – z. B. ist es möglich, Tablets zu testen oder im Internet zu surfen. Ebenfalls kann das bislang größte in Deutschland aufgestellte brillenlose 3D-Display (70 Zoll) von United Entertain ausprobiert werden.
  • Social Check-In: Am Terminal bei Facebook einchecken und der Community zeigen, wo man sich gerade aufhält.
  • An der Ladestation für Smartphones und Tablets können die Besucher alle gängigen „Mobile Devices“ aufladen (gegen Gebühr).
  • Photobuzzer: Posieren, den Buzzer drücken und ein Porträtfoto auf die Facebook-Seite des Centers und die Mall Wall gestellt.
  • Warme Jacken und volle Einkaufstüten können in der automatischen Garderobe abgegeben werden – Garderobenmarke ist ein ausgedruckter Barcode.
  • Wie zufrieden sind die Centerbesucher? Auf kleinen Tablet-PCs können die Kunden am Touchscreen Feedbackfragen beantworten und Smileys zur Zufriedenheit verteilen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, einen QR-Code zu scannen, der direkt auf einen Feedbackbogen führt.
  • Für eine noch bessere und schnellere Kommunikation aller Mitarbeiter im Center sorgt in Zukunft die Mallcomm – eine App, die jedem Shop-Mitarbeiter zur Verfügung steht und alle Informationen beinhaltet, die sonst in Papierform verteilt werden (z. B. Mieterhandbücher, Werbepläne und Mieterinfos).

An den „Future Labs“ direkt beteiligt sind auch die Einzelhandelsmieter des Alstertal-Einkaufszentrums und des Limbecker Platzes. Sie sehen dem jetzt beginnenden „Zukunftsexperiment“ mit großer Vorfreude entgegen.

Sandro Schramm, Head of Marketing beim Modeanbieter comma: „Für comma ist der Megatrend Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit unserer Marke von Anfang an Partner der ‚ECE Future Labs‘ in Hamburg und Essen sind, um weitere Erkenntnisse im Bereich Omni-Channel-Shopping zu gewinnen.“

Florian Oechsner, Head of Commercial International Retail bei s.Oliver: „Als starker Mieterpartner der ECE freuen wir uns auf das Projekt. Wir möchten gemeinsam mit der ECE neue Wege und Möglichkeiten testen, das stationäre Einkaufserlebnis für den Endverbraucher noch attraktiver zu gestalten. Durch die Einbindungen neuer Medien möchten wir gezielter online-affine Kundengruppen ansprechen.“

invidis Kommentar

Nicht alle Angebote sind besonders innovativ – WLAN oder Aufladestationen gegen Gebühr sind heute nicht mehr State-of-the-Art. Aber es ist sinnvoll neue Konzepte fokussiert an ausgewählten Standorten zu testen. Metro nutzt seit Jahren den real Markt in Tönisvorst als Future Store.

Für die beteiligten Digital Signage Anbieter sind Testbett wie Future Labs eine exzellente Plattform um die Funktionsfähigkeit und Kunden-Akzeptanz von innovativen Lösungen im Alltag zu überprüfen.

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