Loewe

Bürgschaft in Bayern – Stellenoffensive in Österreich

- Nachdem ein Teil des bayerischen Kabinetts zu Besuch in Kronach war, darf der Hersteller nun auf eine Bürgschaft hoffen. In Österreich sucht Loewe jetzt neue Vertriebsmitarbeiter. von Thomas Kletschke

Vertrieb mit Hisense soll nun in Österreich getestet werden (Foto: Loewe)

Vertrieb mit Hisense soll nun in Österreich getestet werden (Foto: Loewe)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat dem angeschlagenen Hersteller eine Bürgschaft in Aussicht gestellt. Die Staatsregierung glaube an eine Zukunft des Unternehmens, sagte Seehofer. Weitere Details und konkrete Zahlen nannte er allerdings nicht. Vor der Ausschusssitzung des bayerischen Kabinetts hatte der Loewe-Vorstand Gelegenheit, Finanzminister Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Martin Zeil und den Ministerpräsidenten über die aktuelle Lage des Unternehmens zu informieren.

Seehofer ließ danach verlauten, nun sei das Unternehmen am Zug. Es stehe noch ein harter Weg bevor, so Seehofer. Die Altlasten bei Loewe müssten vom Unternehmen selbst bewältigt werden. Eine Unterstützung des Freistaats gebe es nur, wenn ein Investor mit einem in die Zukunft gerichteten Konzept gefunden werde. Aktuell befindet sich Loewe noch unter dem ESUG-Schutzschirm – der Gläubigerschutz endet nach der Landtagswahl in Bayern. Erst danach wird sich zeigen, ob ein neuer Investor samt Konzept gefunden wurde – und damit auch die Bürgschaft zu leisten wäre.

Nachdem – wie gestern berichtet – mit Thomas Baumann ein neuer Vertriebsleiter West gefunden ist, wird nun aktuell in Österreich nach Vertriebsmitarbeitern gesucht. Dort soll gemeinsam mit Hisense die im Rahmen der Hauptversammlung bekanntgegebene Kooperationumgesetzt werden – Österreich gilt dafür als Testmarkt.

Wie Eletrojournal.at berichtet, suche Loewe hoch qualifizierte Vertriebsmitarbeiter für alle Gebiete in Österreich, die in der Lage seien Premium-Produkte im Bereich Unterhaltungselektronik (TV und Audio) bei Fachhändlern erfolgreich zu platzieren und zu verkaufen. Auch das kleine B2B-Geschäft Loewes soll dabei offenbar weiterverfolgt werden: Gleiches gelte für das Projektgeschäft – vorrangig Hotels.

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