OVAB Digital Signage Conference Munich

„Die Leute sollen Spaß an Digital Signage haben“

Displays und Videowalls in großen Geschäften, an U-Bahnen oder Flughäfen gehören zum Alltag. Für kleinere und mittlere Unternehmen ist Digital Signage oft noch ein Fremdwort. Um sie zu überzeugen muss sich einiges ändern.

Bernd Brencher, CEO der Brencher Systemgastronomie, weiß wovon er spricht: Digital Signage ist für kleinere und mittlere Unternehmen manchmal ein Ärgernis. „Als wir angefangen haben, fehlte einfach die Verzahnung“, erzählt Brencher bei einer Panel-Diskussion auf der Münchner Digital Signage Conference. „Wir mussten unseren Händlern helfen, Inhalte einzustellen.“ Denn denen fehlte nicht nur die Zeit, sondern auch das Know-how. Gerade mal 30 Minuten pro Woche glaubt er, möchten die meisten investieren.

Was es braucht, sind also Komplettlösungen aus einer Hand. Ein Ansprechpartner für alles, seien es technische Probleme oder Content, das wünschen sich die kleinen Unternehmen. Die Lösungen müssen einfach und zeitsparend sein. Das bestätigen auch Tobias Nagel von ALSO und Joachim Wieczorek von Samsung. Beide Unternehmen stellen eine gestiegene Nachfrage fest, aber eben auch nach günstigen Komplettlösungen.

ALSO hat im vergangenen Jahr eine eigene Businessunit gegründet und schult seine Reseller. Samsung hat mit System-on-a-Chip (SoC) eine einfache Lösung auf den Markt gebracht. Gerade die kleineren und mittleren Unternehmen schauen noch auf den Preis, bestätigen die Beiden. Interessant ist, dass trotz des allgemeinen Trends, kleine Unternehmen lieber Software kaufen, als sie zu monatlichen Raten zu mieten. Obwohl das oft günstiger ist. Aber: Wer sich auskennt, wägt das Preis-Leistungs-Verhältnis ab und greift nicht zum preiswertesten. Deshalb, und hier sind sich alle Panel-Teilnehmer einig, muss die Beratung ausgebaut werden.

Brencher weiß, dass man sich als Unternehmer, der in das Thema Digital Signage einsteigt, ohne persönliche Hilfestellung allein gelassen fühlt. Persönliche Beratung, Unterstützung und vor allem Gestaltungsvorschläge seien entscheidend, um auch Neueinsteiger mit begrenztem Budget vom Thema Digital Signage zu überzeugen. „Viele haben gar keine Idee, was möglich ist und machen dann einfach was. Das sieht dann natürlich nicht professionell aus“, sagt Brencher. Wenn dann noch technisch etwas schief läuft, führt das zu Frustration. Agenturen, die alles aus einer Hand anbieten und immer erreichbar sind, würden dieses Problem lösen. „Die Leute dürfen sich nicht ärgern, sondern sollen Spaß an Digital Signage haben.“