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OVAB Digital Signage Conference Munich

Digital Signage muss einfacher werden

Der deutschsprachige Markt wächst stetig, doch auch im Rest der Welt tut sich einiges. Branchenvertreter aus der ganzen Welt gaben auf der Digital Signage Conference Einblicke in ihre Märkte.

Für Erheiterung sorgte Vladimir Kozlov von DigiSky. Zahlen, nein, die habe er nicht. Schließlich gäbe es kein russisches invidis consulting. Er konnte deshalb nur schätzen: 350 bis 400 Millionen Euro Umsatz mache der russische Markt. Und er werde wachsen. Auf die Frage, welche Märkte noch interessant seien, reagierte er leicht irritiert. Bei einem so großen Land wie Russland? Der eigene Markt natürlich, da werde man jetzt erst mal ein neues Büro eröffnen.

Bei allen anderen Teilnehmern des Panels war schnell klar: Europa und Nordamerika sind und bleiben starke Märkte, die Finanzkrise weitestgehend überwunden. Jetzt rücken Asien und Lateinamerika aber zunehmend in den Fokus. Der Handel als vertikaler Markt ist für alle der wichtigste, gefolgt von Banken und Transport.

Auch in diesem Panel wurde bestätigt, was am Konferenztag immer wieder Thema war: Bewegtbild ist wichtig, Online und Digital Signage nähern sich immer mehr an und Buchungsplattformen muss und wird es geben. „Da wird ganz viel passieren“, sagte Brian Dusho von BroadSign dazu. Was ebenfalls kommen wird, sind Standards, war sich der Pole Mariusz Orzechowski von NEC Display Solutions Europe sicher. Ohne sie ginge es in Zukunft nicht mehr.

Eindeutiger Markttreiber, so alle Teilnehmer unisono, sei Digital Signage und nicht DooH. Denn wegen fehlender Standardisierung sei es nicht leicht Werbung zu verkaufen und im Bereich DooH werde noch zu oft auf günstige Lösungen wie Consumer TVs gesetzt.

Aber auch Digital-Signage-Kunden wünschen einfache Lösungen. Deshalb bieten immer mehr Plug&Play-Lösungen an, vereinfachen die Produkte, arbeiten mit Partnern und schulen ihre Reseller. Kozlov plädierte eindringlich und anschaulich für eine bessere Erziehung des Endverbrauchers. Denn im Entscheidungsprozess seien, insbesondere im Handel, viele Abteilungen beteiligt, die über ein Projekt bestimmen. Das sei langwierig und zäh und müsse definitiv vereinfacht werden.