OVAB Digital Signage Conference Munich

Sonnig mit ein paar Wolken

Trends und Drivers, aber auch negative Entwicklungen waren Thema der diesjährigen Keynote der siebten „OVAB Digital Signage Conference Munich“.
DooH hinkt ein wenig hinterher - Florian Rotberg hält die Keynote auf der OVAB Digital Signage Conference Munich (Foto: Kletschke/ invidis.de)
DooH hinkt ein wenig hinterher – Florian Rotberg hält die Keynote auf der OVAB Digital Signage Conference Munich (Foto: Kletschke/ invidis.de)

Vor einem gefüllten Konferenzraum mit internationalem Publikum aus allen Branchen eröffneten Florian Rotberg und Oliver Schwede die wichtigste Digital-Signage-Konferenz. Sie stellten Fakten, Marktentwicklungen des vergangenen Jahres und Trends vor.
Nach wie vor dominiert der deutschsprachige Markt Europa, gefolgt von Großbritannien und Irland, Frankreich, Skandinavien und den Benelux. Den höchsten Anteil am DACH-Markt haben mit 60 Prozent die Integratoren und Displayhersteller. Wichtigster vertikaler Markt bleibt der Handel, aber auch andere, wie etwa der Bankenbereich, holen auf. Der deutschsprachige Markt wächst seit mehreren Jahren kontinuierlich und auch für 2013 erwartet invidis consulting ein Wachstum von 15 bis 20 Prozent.

Insgesamt sind derzeit 150.000 Displays installiert. Insgesamt 20 Prozent der professionellen Displays sind 60 Zoll und größer, das bestätigt den allgemeinen Trend zu größeren Bildschirmen. Digital-out-of-Home erreicht einen immer größeren Anteil am Out-of-Home-Markt und liegt in DACH mittlerweile bei acht Prozent.

Doch auch wenn die Entwicklungen höchst erfreulich sind, gibt es auch einige Enttäuschungen am Markt, auf die Florian Rotberg und Oliver Schwede aufmerksam machten. Beispielsweise hinkt Digital-out-of-Home noch immer hinterher, da digitale Medien-Plattformen fehlen und die Technologie lange zu teuer war. Auch ein Problem, das nach wie vor besteht ist, dass Hersteller wie Kunden Digital Signage technisch angehen. Rotberg und Schwede plädierten dafür, dass Digital Signage endlich als das gesehen werden muss, was es ist: eine Kommunikationslösung. Diese Ansicht durchzusetzen sei für die kommenden Jahre weiterhin eine große Herausforderung und Aufgabe.
Die wohl wichtigste Entwicklung findet derzeit im Handel statt, dem wie erwähnt wichtigsten vertikalen Markt für Digital Signage. Die Einkaufserlebnisse werden künftig noch persönlicher und individueller, was bedeutet, dass Datenerhebungen und Auswertungen immer wichtiger werden. Bald könnten in Geschäften persönliche Screens mit Augmented-Reality-Optionen ausliegen oder die Displays gezielt auf einzelne Kunden reagieren. Die Geschäfte werden nicht nur mitdenken, sondern auch mitfühlen.

Die Digital-Signage-Welt schreitet immer weiter voran: Lösungen werden vernetzter und der technische Fortschritt ist immer mehr sichtbar. Motion und Voice Control werden zunehmend eingesetzt und auch Medienfassaden werden als Blickfang immer häufiger.
Digital Signage und DooH, so das Fazit von invidis consulting, ist trotz aller nach wie vor bestehenden Probleme nicht mehr wegzudenken und wird omnipräsent bleiben. Der Markt ist stark und wird weiterhin wachsen.