OVAB Digital Signage Conference Munich

Standards, Standards, Standards

Die DooH-Welt ist geprägt von scheinbar gegensätzlichen Trends und noch immer ist die Etablierung von Standards die größte Herausforderung. Das machte Markus Deserno von der Seen Media auf der Digital Signage Conference deutlich.

Wie bei so vielen Vorträgen an diesem Tag war auch bei Markus Desernos Vortrag der Konferenzraum überfüllt, viele Teilnehmer mussten mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Deserno über seine Erfahrungen als Full-Service-Integrator. Noch immer, so bilanzierte er, sei man auf große Netzwerke konzentriert, kleinere spielten eine untergeordnete Rolle. Und das liege an fehlenden Buchungsplattformen, die sich aber auch aufgrund fehlender Standards bisher nur schwer umsetzen ließen.

Standards gibt es zwar dank der Initiative des OVAB nun endlich auch für DooH, aber die stehen eben noch ganz am Anfang. Aktuell sind vier Netzwerke, selbstverständlich große, zertifiziert. Zur Digital Signage Konferenz Munich im kommenden Jahr hofft Deserno aber, dass die Zahl sich mindestens verdreifacht haben wird. Er rief eindringlich zur Teilnahme auf.

Nach wie vor müssen die Integratoren einen ordentlichen Spagat leisten: Denn auf der einen Seite sind individuelle, qualitativ sehr hochwertige Lösungen gefragt. Auf der anderen Seite aber auch einfache, All-in-one-Standardlösungen.

Für die Zukunft sieht Deserno klare Trends: Statische und digitale Außenwerbelösungen werden kombiniert, Showrooms werden immer wichtiger für die Kunden, großformatige Installationen im Außen- wie Innenbereich werden zunehmen.