Digital Signage Best Practice Award 2013

Gewinner aus dem Norden bei den DS-Awards der Viscom 2013

- Gestern wurden die Gewinner des Digital Signage Best Practice Award 2013 gekürt. Die Kompassnadel zeigt dabei in den hohen Norden: Projekte in und Firmen aus Skandinavien machten das Rennen. von Thomas Kletschke

Spezialprojekt für Den Norske Bank räumt Spezialpreis ab (Foto: TK/ invidis.de)

Spezialprojekt für Den Norske Bank räumt Spezialpreis ab (Foto: TK/ invidis.de)

Nicht ganz an der Grenze zum Polarkreis – aber aus Münchner und invidis-Sicht doch beinahe – liegt Hamburg. Am dortigen Hauptsitz der Makler von Dahler & Company wurde ein neuer hochwertiger Showroom errichtet, den wir unseren Lesern in diesem Jahr in einer Case Study vorgestellt hatten.

In der Kategorie Retail Digital Signage wurde das von Visual Art Germany entwickelte Konzept ausgezeichnet. Die Jury überzeugte die Verbindung der einzelnen Showroom-Komponenten, die Anordnung der Toucpoint, die den Verkaufsprozess unterstützt und begleitet, und die Kunden am Schaufenster abholt, um ihm im Shop des Franchiseunternehmens auf die Fülle an exquisiten Immobilien hinzuweisen.

Installation in Hamburg bei Dahler & Company (Foto: Visual Art)

Installation in Hamburg bei Dahler & Company (Foto: Visual Art)

Dahler 2.0
Projekt: Dahler 2.0

Auftraggeber: Dahler & Company GmbH
Auftragnehmer: Visual Art Germany GmbH

Partner:
ISS Intelligent Service Solutions (Installation & Service)
Flow4 (Development)

Eine Lösung aus Finnlad hat in der Kategorie: Guiding Signage – Digital Signage Anwendungen als Leitsysteme im öffentlichen Raum den Preis gewonnen: das Wegeleit-System für Fußgänger MOI. Abseits von location based-Services sei in dem Projekt eine funktionale Lösung für ein Alltagsproblem gefunden worden, befand die Jury.

MOI – Find your car (FYC) ist ein Wegeleit-System für Fußgänger. Dieses besteht aus einem großen Touchscreen mit einem Kartenleser. Der Betreiber Finnpark Oy bietet den Nutzern der Parkflächen alleine schon durch das Durchziehen der eigenen Parkkarte zahlreiche Informationen. Wichtiger Bestandteil des Systems ist dabei die Standortbestimmung und Wegeführung zum eigenen Fahrzeug.

Eine durchgehende Beschilderung und Parkführung war das Ziel, das Palko Interactive auf diese Weise für Finnpark umgesetzt hat. Die Touchscreens wurden im Parkhaus an jedem Aufzug in der Nähe der Zahlungsautomaten aufgestellt. Sie bieten den Nutzern neben der Wegeführung zum Auto zusätzliche Informationen zu Attraktionen und Services in ihrer direkten Umgebung, wie zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten.

Finnland denkt an Fußgänger (Screenshot: invidis.de)

Finnland denkt an Fußgänger (Screenshot: invidis.de)

Au: Finnpark Oy (Ltd) 
Auftragnehmer: Palko Interactive Oy (Ltd) 

Partner:
Finnpark tekniikka Oy (Ltd)
Vidamin Oy (Ltd), backend data integrator and sockect control / messaging and register number recognition

Ebenfalls um den Alltag ging es im nächsten Siegerprojekt – nämlich darum, wie man aufgrund der demografischen Veränderungen nutzer- und menschenfreundliche Umsetzungen schaffen kann. In der Kategorie Information Signage – Digital Signage-Projekte aus dem Bereich Internal Communication, Public Display oder Education wurde eine altengerechte Signage-Variante von Mermaid aus Dänemark ausgezeichnet.

Amaliehaven in Dänemark ist ein Pflegeheim für ältere Menschen, die die Gemütlichkeit einer eigenen Wohnung behalten möchten, aber eine 24-Stunden-Betreuung benötigen. Möglich wird dies auch mit Hilfe eines Digital Signage-Systems, das aus 80 Bildschirmen und fünf Kanälen besteht. Dabei wird es umweltfreundlich durch eine Solaranlage betrieben. Umgesetzt hat das Projekt Mermaid A/S. Mittels der Bildschirme können die Bewohner mit anderen Bewohnern, Verwandten, Personal und Tagespflegebesuchern sowie weiteren Beteiligten kommunizieren. Auf diese Weise kann sich das Personal ganz auf die Pflege der Bewohner konzentrieren.

In Amaliehaven kommen Senioren dank Signage besser im Alltag zurecht (Foto: TK/ invidis.de)

In Amaliehaven kommen Senioren dank Signage besser im Alltag zurecht (Foto: TK/ invidis.de)

Die fünf Kanäle umfassen erstens einen Mehrfach-Bildschirmen als Willkommenstafel mit zum Beispiel Informationen zu Pflegeheim und Personal, dem aktuellen Tagesmenü und Aktivitäten, Geburtstage und Todesfälle, zweitens sechs Bildschirme mit Wegbeschreibungen, drittens fünf Bildschirme in räumlicher Nähe zu den Bewohnern, viertens ein Kanal speziell für das Personal sowie fünftens einen Kanal mit persönlichem Bildschirmen in jedem Apartment.

Herausragend gehe beispielsweise die Benutzeroberfläche des Systems auf die Bedürfnisse und körperlichen Möglichkeiten der Zielgruppe ein, so das Urteil der Fachjury.

Auftraggeber: Amaliehaven – Sønderborg kommune
Auftragnehmer: Mermaid A/S

Auch ein Special Award wurde verliehen. Den sahnte LEDCON ab – für ein Projekt, das nach orthodoxer Lesart kein DS-Projekt ist. Hier zeigte sich die Jury open minded und kürte eine ansprechende LED-Perle. Die schlichte Klarheit des Systems habe die Experten von Anfang an begeistert, so die Jury. Dem Projekt gelänge etwas, das nur wenige Digital Signage-Projekte für sich in Anspruch nehmen könnten: „Designer und Architekten lieben es.“

Architekten lieben es - die Jury auch: Spezialpreis für LEDCON (Foto: TK/ invidis.de)

Architekten lieben es – die Jury auch: Spezialpreis für LEDCON (Foto: TK/ invidis.de)

Insgesamt 620 hochauflösende LED-Videodisplay-Module wurden in den neu gestalteten Flagship-Stores der norwegischen Bank DNB verbaut. In den vier Filialen in Oslo, Bergen und Trondheim entstand eine Videofläche, die für Information, Werbung und Entertainment gleichermaßen geeignet ist und durch die kreative Anordnung der einzelnen Module sofort ins Auge fällt. Das LED-Display im Fenster integriert sich dabei perfekt in das Design der Filialen – auch an der Rückseite.

Möglich wurde dies durch die Befestigung der Module an einer einzigen Vertikalstange, eine verdeckte Kabelführung sowie die Lackierung in Firmenfarben. Die einzelnen LED-Module sind dabei so angeordnet, dass trotz der umfangreichen LED-Installation noch genügend Tageslicht in den Raum gelangt. Um die Darstellung hochauflösender Bilder und Videos auch auf nähere Distanz zu gewährleisten, wurden SMD-LEDs mit einem Pixelabstand von nur 4mm gewählt. Das Projekt wurde entwickelt und umgesetzt von LEDCON Systems in enger Zusammenarbeit mit dem norwegischen Partner First Audio sowie den zuständigen Architekten.

Projekt: Shopwindow-LED-Display für Den Norske Bank
Auftraggeber: First Audio AS
Auftragnehmer: LEDCON Systems GmbH

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