ISE 2014 Interview mit Stephan Peters

„OPS garantiert, dass es passt“ – NEC will ausbaufähige Plattform bieten

- Auf der ISE 2014 traf invidis sich mit Stephan Peters, General Manager Sales D/A/CH bei NEC Display Solutions. Im Interview erklärt Peters, warum Displayanbieter NEC auf den Standard OPS setzt – und worin die Vorteile der hauseigenen Middleware leafengine liegen. von Thomas Kletschke

Beim invidis-Interview auf der ISE 2014 spricht Stephan Peters über das Bekenntnis von NEC zu offenen Standards (Foto: TK/ invidis.de)

Beim invidis-Interview auf der ISE 2014 spricht Stephan Peters über das Bekenntnis von NEC zu offenen Standards (Foto: TK/ invidis.de)

Auf der Fachmesse in Amsterdam hat sich NEC als einer der Hersteller positioniert, die den von Intel geschaffenen Standard Open Pluggable Specification (OPS) unterstützen. Zur Messe hatte NEC zudem seinen neuen OPS-Player auf ARM-Prozessor-Basis präsentiert.

invidis: Herr Peters, NEC ist einer der Hersteller, die besonders auf OPS setzen. Warum setzt Ihr Unternehmen auf den Standard?

Peters: Ein wesentlicher Vorteil ist die Modularität von OPS. Egal, was in das Display integriert werden muss: ein OPS-Slot garantiert, dass es passt. Für den Kunden liegt der Vorteil darin, sich genau zum Bedarf passende Mediaplayer aussuchen zu können. Diese können später schnell und kostengünstig durch andere OPS-Player ersetzt werden – etwa, wenn mehr Rechenpower mit stärkeren Chips benötigt wird. Oft reicht auch ein Android-Player, wie unser neuer OPS-Player mit ARM-Architektur. Das bedeutet Investitionssicherheit und Ausbaupotenzial für die Zukunft.

invidis:  Auch die im letzten Jahr von NEC vorgestellte Middleware leafengine ist auf der Messe zu sehen. Welche Vorteile bietet leafengine?

Peters: Auch hier ist Modularität ein wesentlicher USP. Mit der Middleware leafengine ist es möglich, den Integrationsaufwand sehr niedrig zu halten. Der Content kann automatisiert und für die jeweilige Zielgruppe optimiert gezeigt werden. Zudem können beliebig viele Sensoren über die Schnittstelle angesprochen werden. Wenn Sie so wollen ist leafengine auf der einen Seite eine dicke Pipeline zur eigentlichen Digital-Signage-Software. Auf der anderen Seite zeichnet sich leafengine durch eine extrem hohe Flexibilität aus, was die Integration von diversesten Sensoren betrifft.

invidis:  In Amsterdam zeigen Sie auch die Kombination aus OPS und leafengine…

Peters: …und damit eine smarte Kombination: Der über den OPS-Slot im Display integrierte Rechner kann direkt genutzt werden. Die Verknüpfung erfolgt über Sensoren. Dabei ist es auch möglich, Inhalte kabellos zu übertragen.

invidis:  Welchen Weg wird Ultra HD (UHD) im Digital-Signage-Bereich Ihrer Meinung nach nehmen?

Peters: Maßgeblich für UHD ist der Content. Wir bieten entsprechende Displays an und das Interesse steigt. Aber Stand heute sind noch zu wenige 4K-Inhalte verfügbar. Das wissen auch die Kunden, die deshalb momentan noch genau abwägen, ob und wann UHD sinnvoll ist. Gemeinsam mit RTT präsentieren wir eine Lösung auf unserem 84-Zoll-Modell. Das zeigt, dass der Automotive-Bereich derzeit einer der Treiber für UHD ist.

invidis:  Eine der Neuerungen im Ultra-Narrow-Displaybereich sind die dünneren Bezel, die NEC jetzt anbietet. Diese sind aktuell 3,7 mm dick.

Peters: Die Bezels dieser Displays sind nicht breiter, als die unserer Wettbewerber, wenn man sie von sichtbarem Pixel zu Pixel misst. Das ist der entscheidende Maßstab und nicht die reine Stegbreite.

invidis:  Welche Neuigkeiten gibt es für den Fachhandel?

Peters: Ab 1. Februar 2014 senken wir die Preise für unsere Public Displays der MultiSync E-Serie für das Entry-Level. Die Bildschirme sind mit der Edge-LED-Technologie bestens geeignet für den regulären Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen und Museen, Hotels, Bildungseinrichtungen sowie für Konferenzanwendungen mit Standardanforderungen an die Helligkeit und einer Betriebsdauer bis zu 12 Stunden täglich (12/7). Damit können erschwingliche Digital-Signage-Anwendungen mit hervorragender Bildqualität wiedergegeben werden und sorgen mit einem schlanken Design, geringen Gewicht und niedrigen Energieverbrauch für eine perfekte Darstellung.

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