Retro Signage

„Man nehme…“ – das steckt in der LED-Abflugtafel für zuhause

- Wer im Büro oder privat seine eigene LED-Tafel für Arrivals und Departures haben möchte, kann passend zur App auch ein „Flying.display“ ordern. Wir verraten Ihnen exklusiv das Rezept für die Retro-LED-Tafeln. von Thomas Kletschke

Retro Signage in Kleinserie: Das "Flying.display" (Foto: Flying.com)

Retro Signage in Kleinserie: Das „Flying.display“ (Foto: Flying.com)

Hardware ist die neue Software. Und 16x32p ist das neue Ultra HD. So ähnlich lässt sich die Philosophie der Hamburger Tüftler von Flying zusammenfassen. Eigentlich ist „Flying“ eine reine App der SEAT 4a GmbH & Co. KG. Eigentlich.

Denn jetzt hat man die iOS-App an die Wand gebracht – in einer Hardware-Variante, als Flying.display. Das besteht aus zwei LED-Panels im klassischen Flughafen-Design, die durch einen interaktiven LED-Schlauch verbunden sind. Da hat man die Senator-Lounge gleich zuhause, im Reisebüro oder einem beliebigen anderen Ort.

Flying.display mit beiden LED-Panels (Foto: Flying.com)

Flying.display mit beiden LED-Panels (Foto: Flying.com)

Mit dem Flying.display können Kunden Fluginformationen – analog zur Anzeigetafel am Flughafen – auch unabhängig vom Smartphone ablesen. Der Lichtschlauch zeigt den aktuellen Flugstatus an: startend, in der Luft, im Landeanflug. Auf den wie Abflugs- und Ankunftstafeln designten Panels erscheinen Passagiernamen, Airport-Kürzel und Flugdatum. Infos werden in Echtzeit aktualisiert, samt Flugverspätungen oder Annullierungen.

Kleinserie ab Sommer 2014

Der Nutzer kann weitere Flugdaten von Freunden oder Kollegen über eine Webschnittstelle hinzufügen. Diese werden dann im Wechsel mit den eigenen Flugdaten angezeigt. Um Flüge verfolgen zu können, benötigt das Flying.display WLAN und Strom. Der Nutzer kann über die Einstellungen festlegen, dass das Anzeigemodul nur zu bestimmten Zeiten eingeschaltet ist, etwa den Bürozeiten.

App an der Wand gebracht: Panel und LED Schlauch (Foto: Flying.com)

App an die Wand gebracht: Panel und LED Schlauch (Foto: Flying.com)

Mit den Features lässt sich das Flying.display bei Vielfliegern, Airportfans oder in Bereichen wie Entertainment und PoS einsetzen. Es soll im Sommer 2014 in Kleinserie gehen. Bestellbar sind die Displays – deren Preis sich um 1.000 Euro bewegen wird – schon jetzt. Eine mögliche kleinere Ausgabe sei für den halben Preis realisierbar, so SEAT 4a-Geschäftsführer Panos Meyer gegenüber invidis.de.

Die Ingredienzien

Und die Zutaten? Sind vorhandene Komponenten, die man mit Liebe zum Detail ausgesucht hat. Panos Meyer verrät auf invidis exklusiv sein Rezept. „Wir verwenden eine 16×32 RGB LED Matrix mit einem Nootropic RGB Backpack. Die Rechenpower wird durch ein Raspberry Pi Modell B Revision 2.0 geliefert.“ Das manuell konzipierte und CNC-gefräste Gehäuse sei das mit Abstand teuerste Bauteil gewesen. Die Verbindung zwischen den beiden Panels wird durch eine Alamode-Verbindungsplatine und einen Adafruit NeoPicel Digital RGB LED Strip (60 LED) umgesetzt. Kleinere Bauteile wie Schrauben oder Wifi-Module kommen hinzu.

Keine Rocket Science – aber eine tolle Idee, die zum Kern-Produkt, der App, passt. Und zudem noch diverse Zielgruppen begeistern kann. Das zeigen erste Reaktionen: Bereits jetzt gebe es viele internationale Anfragen. Vor allem von Reisebüros – aber auch von vielen Flugbegeisterten, so Meyer.

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