Österreich

Gewista steigt mit „Digital Media“ in DooH ein

- Digital ist besser: Österreichs größter Out-of-Home-Anbieter digitalisiert sein Medienportfolio. Bis Ende 2015 könnte das neue Gewista-Netz „Digital Media“ 200 Screens in 7 Wiener U-Bahnstationen umfassen. von Thomas Kletschke

Mit einer Reihe von 80-Zöllern hat Gewista am Stephansplatz einen der Knotenpunkte des neuen DooH-Netzes ausgestattet (Foto: Gewista)

Mit einer Reihe von 80-Zöllern hat Gewista am Stephansplatz einen der Knotenpunkte des neuen DooH-Netzes ausgestattet (Foto: Gewista)

Wie Mao schon sagte: Der Revolutionär muss sich in den Volksmassen bewegen wie ein Fisch im Wasser. Da passt es, dass zum offiziellen Start der Gewista DooH-Revolution ein Fisch über die in Wiens U-Bahnhof am Stephansplatz verteilten Screens schwimmt – und, vom Eingang über die Rolltreppe die Besucher bis zum Bahnsteig begleitet, wo auf Displays der Gewista-Tochter Infoscreen die Story aufgelöst wird.

Digital Media als Netz neben Infoscreen Austria

Bisher verfügt Gewista mit Infoscreen Österreich über ein DooH-Netz in Trams, Bussen und U-Bahnen, das es in ganz Österreich auf 1.600 Screens bringt, die größtenteils mit Broadsign Software laufen. Jetzt gab Gewista-CEO Karl Javurek den Startschuss für die permanente Revolution beim Außenwerber: Digital Media heißt das neue Digital-out-of-Home-Netz, das mit Displays und Video Walls ausgerollt wird.

An den Rolltreppen wurden 32-Zöller installiert (Foto: Gewista)

An den Rolltreppen wurden 32-Zöller installiert (Foto: Gewista)

Bis Ende 2015 sollen 7 Wiener U-Bahnhöfe ausgerüstet sein; in diesem Sommer sind 3 Stationen fertiggestellt. Der Stephansplatz wurde als erster Bahnhof komplett mit Full HD versehen: 31 Displays à 80 Zoll im Durchgangbereich zu den Bahnsteigen, 78 Displays je 32″ entlang der 4 Rolltreppen.

Digital Media-Rollout: weitere Video Wall 2014

Mit Digital Media stemmt Gewista einen großen Rollout: Denn mehr als 100 Displays wurden bisher verbaut, 2 Video Walls sind in Betrieb, eine weitere mit bis zu 15 Displays geht im Sommer ans neue DooH-Netz. Wie groß das gesamte DooH-Netz werden soll, möchte das Unternehmen aktuell nicht im Detail verraten. „An den weiteren geplanten Standorten möchte Gewista teilweise ähnlich viele Large Format Displays wie beim Stephansplatz installieren. Allerdings wird eine unterschiedlich hohe Anzahl von 80-Zöllern und 32-Zöllern verbaut“ , so ein Sprecher gegenüber invidis.de.

Startschuss für Digital Media (v.l.n.r.): Andrea Groh, Director of Sales Gewista, GenDir. KR Karl Javurek, Gewista Mag. Christian Rausch, Hutchison Drei Austria (Foto: Gewista)

Startschuss für Digital Media (v.l.n.r.): Andrea Groh, Director of Sales, CEO Karl Javurek, beide Gewista und
Christian Rausch, Hutchison Drei Austria (Foto: Gewista)

„The Mall“ wird im Sommer 2014 fertig

Digitale Hochformat-Screens (32″) hat Gewista derzeit bereits außer am Stephansplatz auch am Karlsplatz installiert. Ab Sommer 2014 soll die Station „The Mall“ in Wien Mitte ausgerüstet sein. In diesem Jahr ist der Ausbau in weiteren hoch frequentierten U-Bahnstationen geplant.

Die Screens von Digital Media lassen sich punktgenau bespielen. Werbungtreibende können 10-Sekunden-Spots in einem 60-sekündigen Loop buchen, so programmiert, dass sie den Passanten vom Betreten des Areals bis zum Bahnsteig begleiten. Ganze Stationen können im 32-, 46- oder 80-Zoll-Format exklusiv bespielt werden.

Kreative Fisch-Kampagne von Mobilfunker „Drei“

Vier der 80-Zöller in den Durchgangsbereichen (Foto: Gewista)

Vier der 80-Zöller in den Durchgangsbereichen (Foto: Gewista)

Das hat der Werbungtreibende Hutchison Drei Austria für seine Fisch-Kampagne genutzt. „Wir sind immer bestrebt Dinge anders zu machen“ sagt Christian Rausch, Head of Marketing Communications. „Deswegen haben wir auch als Erster die Möglichkeit des kompletten digitalen Stationbrandings am Stephansplatz nützen wollen. Und deswegen wollen wir dort auch nichts verkaufen, sondern einfach nur unterhalten und die Fahrgäste auf eine abwechslungsreiche Reise durch unsere Welt schicken. Wir tauchen die gesamte Station in eine Unterwasserwelt und erzählen über mehrere Screens verteilt die Geschichte unseres Helden: eines kleinen, orangenen Fischs. Denn das, was unterhält, ist nie für die Fische.“

Nach 2015: Digital Media-Netz soll an die Oberfläche

Auf dem Weg nach oben: Gewista sieht bei DooH eine dynamische Entwicklung

Auf dem Weg nach oben: Gewista sieht bei DooH eine dynamische Entwicklung

Für Gewistas CEO KR Karl Javurek ist damit erst der Grundstein der DooH-Revolution gelegt. „Mit der Digitalisierung unserer Out of Home Medien“, so Javurek, „beginnend mit der U-Bahnstation Stephansplatz, werden die wichtigsten sieben U-Bahnhöfe mit unserem Produkt „Digital Media“ erschlossen und in Folge auch weitere Projekte an der Oberfläche realisiert. Damit wird ein neues Kapitel in der Außenwerbung aufgeschlagen.“

Javurek: „Kreieren neue Mediengattung“

Die Medienkonvergenz in der Außenwerbung biete mit dem mobilem Internet gewaltiges Entwicklungspotenzial, so Javurek. In den nächsten Jahren stehe dem Markt eine extrem dynamische Entwicklung bevor. „Immer mehr Menschen halten sich immer länger im öffentlichen Raum auf, wo sie unsere Medien begleiten. Genau dort können wir der Kommunikationswirtschaft – auch in Verbindung mit Innovative & Ambient Media sowie unseren neuen digitalen Angeboten – die aufregendsten Lösungen anbieten. Wir bringen digitale Werbeflächen an die Plätze, wo sie die höchste Effizienz haben, wie eben in die Wiener U-Bahnhöfe. So entsteht im Herzen Wiens eine digitale Landschaft die sich zunehmend ausweiten wird. Wir kreieren hier eine neue Mediengattung“,ist der Gewista-Chef überzeugt.

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