Einzelhandel

Neue Digital Signage Sex-Panne

- Ein weiteres Mal ist es zu einer Digital Signage Sex-Panne in einem Schaufenster gekommen. Dem Kölner Boulevard-Blatt Express war der Vorfall sogar eine Titelgeschichte wert. Für die Digital Signage Branche ein weiteres Verkaufsargument für professionelle Displays – Sicherheit. von Florian Rotberg

Kölner Express: Schaufenster Panne

Kölner Express: Schaufenster Panne

Der Vorfall ist schnell geschildert: Im Schaufenster einer Filiale des Kabelnetzanbieters Unitymedia zeigte das im Schaufenster installierte TV-Gerät zu später Stunde altersbeschränkte Pornofilme. Anstelle des Unitymedia Infochannels war das Programm eines „Premium-Kanals“ eingestellt.

Laut Express-Bericht handelt es sich wohl nicht um einen Bedienfehler des eigenen Personals sondern um einen „Scherz“ von Passanten. Der Kölner-Kabelanbieter vermutet, dass jemand mit einer Universalfernbedienung nach Ladenschluss das Programm im Schaufenster verstellt hat. Unitymedia bestätigte dem Express, dass ein ähnlicher Vorfall schon einmal in einer anderen Filiale in NRW verzeichnet wurde.

Ausschnitt Express Köln Artikel vom 14.04.

Ausschnitt Express Köln Artikel vom 14.04.

invidis Kommentar:

Dieser Vorfall lehrt mal wieder, wie wichtig die volle Kontrolle und das Management der Inhalte von Displays im öffentlichen Raum sind. TV-Geräte mit aktivierten Infrarot-Schnittstellen sind auch für TV-Anbieter oder Kabelnetzbetreiber nicht die richtige Wahl.

One thought on “Einzelhandel: Neue Digital Signage Sex-Panne

  1. Nun stelle man sich einmal vor, dies wäre in einem Einkaufszentrum passiert oder auf DooH Displays, die einer ganzen Stadt, Region oder Land installiert sind …. Fakt ist: Das Thema Sicherheit wird vernachlässigt, weil ja jeder denkt: „Was gibt es hier schon zu holen?“ oder aber aus purer Unwissenheit. Aber ist sicher wirklich sicher? Heartbleed hat uns gezeigt auch vermeintlicher Sicherheit ist prinzipiell durch einer gesunden Portion Misstrauen zu begegnen, Schwarzmalerei ausdrücklich erwünscht. Nur wer langfristig in allen Facetten möglicher Angriffsszenarien denkt wird sich einen Vorteil verschaffen können, gleichzeitig ist Sicherheit aber kein Zustand den man erreicht, sondern dem man sich nur annähern kann. Wie nahe man sich nähert ist aber eindeutig auch eine Kostenfrage und letztendlich wird auch die Bedienbarkeit/Einfachheit der Digital Signage Installation unter den Sicherheitsanforderungen leiden. Auch der Mensch ist ein wesentlicher Faktor, nicht nur die Technik. Vielleicht wäre es nun an der Zeit mal eine Sammlung von Best-Practice Methoden für die Sicherheit bei DS/DooH zu starten und auch Experten-Runden zu etablieren, die sich eingehend mit diesen Herausforderungen auseinandersetzten. Letztendlich geht es um den Schutz von Investitionen und einem entscheidenden Risiko für den Unternehmenserfolg. Auf der letzten OVAB Digital Signage Conference 2013 in München hatte das Thema Sicherheit im Dialog mit den Ausstellern/Teilnehmern jedenfalls keinen großen Stellenwert, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Angeführt wurde damals genau das Szenario „Porno-TV“, welches nur ungläubiges Kopfschütteln auslöste. Nun berichtet der Express erneut genau über diese Thematik.

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