Digital Signage Explorer

München – Weltstadt mit Herz für Digital Signage

- Im Digital Signage Explorer erfasst invidis consulting Digital Signage-Umsetzungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und ausgewählten EMEA-Ländern. Was Münchens Innenstadt beim Einsatz von Digital Signage im Retail zu bieten hat, erfahren Sie in unserer aktuellen Überblicksgeschichte. von Thomas Kletschke

invidis Digital Signage Explorer München

invidis Digital Signage Explorer München

München ist eine der Großstädte – wenn nicht die Großstadt – in Deutschland, die die höchste Kaufkraft auf sich vereinen kann. Zudem finden sich im Einzugsbereich weitere wohlhabende Städte und Landkreise wie Starnberg.

Die Rahmenbedingungen dafür: diverse Unternehmen haben ihren Hauptsitz in der Stadt oder in der Peripherie. Die günstige Lage zu Erholungs- und Urlaubsgebieten und eine sehr gute Anbindung an Interkontinentalstrecken durch den Großflughafen sind weitere Faktoren. Zudem begünstigen die im Bundesvergleich sehr guten Job-Chancen bei Technologiefirmen, Forschungsinstituten, Banken und (Rück-) Versicherern sowie eine Reihe erstklassiger Schulen und Hochschulen den Nachzug junger und/ oder gut verdienender Menschen sowie neuer Unternehmen mit Wachstumsperspektive.

Innenstadt-Verkaufsfläche: rund eine halbe Million m²

In den Rankings für Wohn- und Gewerbeimmobilien belegt die Landeshauptstadt Bayerns deshalb stets einen der Top 3-Plätze. Entsprechend hoch ist das Niveau für Mieten und die inzwischen besonders raren Kaufimmobilien im stationären Einzelhandel. Münchens Innenstadt verfügt mit der Kaufinger Straße, Maximilianstraße und Teilen der Leopoldstraße über traditionelle Einkaufsstraßen. Zudem sind verschiedene Shopping Center über die Stadt verteilt – und mit dem (Nah-)Verkehrsnetz schnell erreichbar. Insgesamt gab es im Dezember 2013 nach Angaben der Landeshauptstadt 1,54 Millionen m² Einzelhandelsfläche in München. Allein das Zentrum verfügte zu diesem Zeitpunkt über 450.000 m² an Verkaufsflächen.

Kein Wunder, dass sich neben Warenhäusern, Spezialgeschäften sowie Filialisten auch große internationale Marken im Zentrum oder verschiedenen Stadtvierteln angesiedelt haben. Dafür mussten sie laut der Studie Retailmarkt in Deutschland 2013 von den Immobilienexperten der BNP Paribas Real Estate GmbH einiges investieren. Demnach wurden im Jahr 2012 bei Neuvermietungen für 1a-Lagen rund um den Marienplatz und die Kaufinger Straße Spitzenmiete von 360 Euro/ m² gezahlt – nicht weit davon, in der Straße Tal waren es immerhin noch 120 Euro/ m². Zahlen, die sich inzwischen noch mehr nach oben verschoben haben dürften.

Einzelhandel: Hohe Mieten – aber auch hohe Erträge

Dafür können die in München ansässigen Händler bei Umsatz und Ertrag ordentlich verdienen. Denn die BNP-Studie kommt zum Ergebnis, dass der Einzelhandelsumsatz je Einwohner um rund 50% über dem Bundesschnitt liegt; die Kaufkraft liegt statistisch bei 137 (Bundesschnitt: 100). Damit rangiert München noch deutlich vor den Zweit- und Drittplatzierten Düsseldorf und Stuttgart.

Münchens attraktve Lage – etwa die Nähe zu Italien, umliegende Erholungsgebiete und Sehenswürdigkeiten in Bayern  – sowie die Rolle als Austragungsort von sportlichen Großereignissen, Messe-Standort und natürlich das traditionelle Oktoberfest – sorgen für einen kontinuierlichen Zustrom von Touristen und Geschäftsreisenden aus Deutschland und Europa sowie weiter entfernten Regionen.

Chinesisch wichtiger als Bayrisch

Was die Münchner Bevölkerung – der wiederum jede Menge Zugroaste aus allen Teilen der Welt angehören – nicht kaufen kann oder mag, das kaufen die Besucher der Stadt umso lieber. Schon die 96 Millionen Tagestouristen des Jahres 2012 sorgten mit dafür.

Fremdenverkehrsexperten zählten allein 2012 insgesamt 12,4 Millionen Übernachtungen in München – im Vergleich zum Vorjahr kamen 8% mehr Gäste aus dem Ausland. Überspitzt gesagt gibt es in München manchen Einzelhändler, der inzwischen lieber Mandarin, Russisch und Hoch-Arabisch spricht, als Boarisch oder Deutsch. Denn gerade im Luxus- und oberen Preissegment sind die Umsätze der Gäste aus dem Nahen Osten, China sowie Russland wichtig für den hiesigen Handel.

Signage am PoS wird selbstverständlich eingesetzt

Den langjährigen Slogan Münchens – Weltstadt mit Herz – sowie das seit der WM offizielle Motto München mag Dich kann man 2014 auch so sehen: München ist eine Weltstadt mit Herz für Digital Signage. Zumindest mag München Digital Signage – und zwar sehr. Denn in der Innenstadt zeigt sich, dass Digital Signage im Bereich Retail immer selbstverständlicher wird – und damit häufiger anzutreffen ist, als noch vor wenigen Jahren. Das betrifft zum einen die Quantität: immer mehr Händler setzen auf Display und Content am Point of Sale.

Auch qualitativ will man die Nase vorn haben. So mehren sich die Beispiele für spektakuläre Installationen, Umsetzungen mit Sonderformaten, eine spielerischere bauliche Integration, oder für den Trend hin zu Video Walls sowie für den Einsatz lichtstärkerer Displays in Schaufenstern und Innenbereichen.

Digital Signage bei Sport und Telekommunikation

Mit dem neuen Sport Scheck, der die Besucher bereits mit großen LED-Bändern empfängt, den Installationen beim Wettbewerber Globetrotter oder den kleinen Aufzugs-Displays bei Sport Schuster sind allein in drei verschiedenen Sportfach- und Outdoor-Geschäften aktuelle Installationen in jeder Größe zu sehen, die von aktuellen Infos bis zur Unternehmensgeschichte die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen. Auch bei den Mobilfunkern von Telekom über Mobilcom und O2 bis zu Vodafone sind (Touch-) Displays oder Tablets im Einsatz.

Mode: große Marken und kleine Filialen

Der große Hollister präsentiert an seiner Außenfassade eine sehr große Video Wall, auch im Douglas setzt man bei Videowänden auf Höhen jenseits eines einzigen Stockwerks. Und: kleinere Video Walls, die von 2×2-Installationen aufwärts finden sich in Schaufenstern, an Rolltreppen und anderen markanten Punkten der Modefilialisten. Sie setzen zudem sichtbar auf mehr Bewegtbild oder gut animierte Inhalte aus Renderings und Fotos.

Allerdings setzt nicht jeder Händler dauerhaft auf Digital Signage am PoS oder im Schaufenster. Gründe hierfür gibt es viele: Testergebnisse zur Akzeptanz durch Kunden und Mitarbeiter bei traditionell gestimmten Häusern, unverbindliches Kennenlernen des Mediums oder eine geplante Filialerneuerung gehören dazu.

Alle bisher im invidis Digital Signage Explorer erfassten Installationen in München finden Sie hier: Digital Signage Explorer München

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