ShineOut Displays

Der Technik-Trumpf im Kampf mit der Sonne

- Immer öfter sieht man Digital Signage im Schaufenster. Die Platzierung dort bedarf aber einiger wichtiger Vorüberlegungen, denn die Lichtverhältnisse sind oftmals sehr schwierig. Neben starker Sonneneinstrahlung ist die Wärmeentwicklung im Schaufenster zu berücksichtigen. von Oliver Schwede

Vergleich zwischen normalem und ShineOut-Display (Grafik: LG)

Vergleich zwischen normalem und ShineOut-Display (Grafik: LG)

ShineOut-Displays: Der Technik-Trumpf im Kampf mit der Sonne

Ein normales Public Display hat in der Regel eine Leuchtdichte die zwischen 350-700 cd/qm liegt. Das ist hell genug für Standorte, die nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind. An einem schönen Sommertag kann die Beleuchtungsstärke bei bis zu 100.000 lx liegen. Um dennoch etwas auf dem Display sehen zu können, bedarf es einem High-Brightness Display. Diese Art von Displays besitzt eine sehr starke Hintergrundbeleuchtung, die bei ca. 1000 cd/qm startet und aktuell bei 5000 cd/qm endet.

Viel hilft also viel. Wobei die High-Brightness Geräte mit einigen Herausforderungen zu kämpfen haben, die durch die starke Hintergrundbeleuchtung bedingt sind.

Bis zu 900 Watt genehmigt sich ein aktuelles 5000 nits Gerät (55“) laut Hersteller. Zum Vergleich: ein normales Display mit 350 cd/qm verbraucht nur 90 Watt im Betrieb. Ein Teil dazu trägt das Lüftungskonzept bei, da die vom Gerät produzierte Abwärme wieder aus dem Gerät geführt werden muss.

Intelligenz statt Kraft

Eine Alternative zu den High-Brightness Displays bietet LG. Das Unternehmen setzt als einer der wenigen Anbieter am Markt auf sonnenlichttaugliche Displays. Bei dieser Art der Displays wird mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung gearbeitet, welche Kontraste deutlich verbessert und damit die Lesbarkeit erhöht. Ein 700cd/m² Display erreicht dabei schnell die Kontraste eines 2.000cd/m² Displays.

Ein ShineOut Display (55“) liegt im Verbrauch im Mittelfeld der „normal hellen“ Displays mit 700cd/m² und hat eine Leistungsaufnahme von etwas über 130 Watt. Das hat positive Effekte unter anderem auf die Haltbarkeit. Im Vergleich zu High Brightness-Displays verfügen die ShineOut Geräte über eine wesentlich einfachere Kühlung.

Zusätzlich kommen bei den High Brightness Displays mit ShineOut einige spezielle Filter zum Einsatz. Dazu gehört ein optimierter High Temperature PVA (Polyvinyl Alcohol Polarizer). Der PVA Polarizer filtert UV- und IR-Licht filtert und soll bis zu 100°C hitzebeständig sein. Der QWP-Polarizer (Quarter Wave Plate) sorgt dafür, dass auch Träger von Sonnenbrillen mit Polarisationsfiltern die Inhalte noch sehen können. Ohne diese Art des Filters sieht man durch eine Sonnenbrille kein Bild.

Bei den LG ShineOut Displays kommt ein Direct Backlight zum Einsatz. Local Dimming kommt bei den meisten LG Displays zum Einsatz, so auch bei den ShineOut Modellen (WX30-, WX50-Serie) um eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung und, damit verbunden, eine optimale Bildqualität zu erzielen. Die mit Local Dimming erreichten höheren dynamischen Kontraste machen Inhalte lesbarer, Schwarzwerte kräftiger und Bilder so insgesamt brillanter.

Bei sehr schwachem Umgebungslicht nutzen die ShineOut Displays das normale Backlight. Daher haben die ShineOut Displays die gleiche Lebenserwartung wie herkömmliche Displays. Displays mit sehr hohen Helligkeiten über 2.000cd/qm haben in der Regel eine kürzere Lebenserwartung.

Um den unterschiedlichen Einbausituationen mit verschieden starken Umgebungslicht Gerecht zu werden, gibt es ShineOut Displays mit unterschiedlichen Beleuchtungsstärken von 700 und 2000 cd/qm. Das 2.000cd Display 47WX50 ist bspw. ein Open Frame Display für den Einbau in Outdoor Gehäusen.

Genauso einfach in der Handhabung

Für Integratoren gibt es keine besonderen Punkte, die bei der Verwendung von ShineOut Geräten beachtet werden müssen. Bei der WX30-Serie ist der Betrieb bspw. denkbar unkompliziert, da sich die Displays in der Anwendung nicht viel von herkömmlichen Public Displays unterscheiden. Zu beachten (wie bei allen Displays): die Umgebungstemperatur muss innerhalb der Spezifikationen liegen.

Auf die Bildqualität hat die ShineOut Technology keinen Einfluss. Bei ausgeschaltetem Display wirkt das Display spiegelnd. Dies kann im ersten Moment zu Irritationen führen, weil man damit assoziiert, dass sich Inhalte schlechter lesen lassen. Sobald das Display eingeschaltet ist, kehrt sich dies jedoch um. Messwerte haben dies bestätigt. Bei hellem Licht zeigen die LG ShineOut Displays dann ihr volles Potenzial: gute Lesbarkeit durch brillante Bilder und gute Kontraste.

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