Arrow Digital Signage Forum

Wunsch nach mehr Allianzen in der Allianz Arena

- Der Markt für Digital Signage ist größer und professioneller geworden. Mit Allianzen zwischen den Marktteilnehmern, verbindlichen Standards und einem starken Fokus auf das Ausschreibungs(un-)wesen könnte sich die Branche weiter entwickeln. Das sind die Ergebnisse des Round Tables beim Arrow Digital Signage Forum in München. von Thomas Kletschke

Round Table des Arrow Digital Signage Forum 2014 in München (Foto: TK/ invidis.de)

Round Table des Arrow Digital Signage Forum 2014 in München (Foto: invidis.de)

Auf insgesamt drei Veranstaltungen hat Distributor Arrow in jüngster Zeit Digital Signage-Experten zusammengebracht. Nach einer Veranstaltung in Wien sowie in London machte das Arrow Digital Signage Forum in der letzten Woche Station in der Münchner Allianz Arena. Mit der Tour durch Europa möchte der Distributor zeigen, dass er als innovativer Branchenpartner Systemintegratoren und andere Marktteilnehmer verstärkt zusammenbringen will.

Austausch über Signage und Co.

Die Teilnehmer hatten am 9. Juli Gelegenheit, sich über Content, Customer Experience und Digital Signage und Projekte für American Airlines, Costa Coffee oder Lego auszutauschen. Am Vortag gab es ein Panel, bei der invidis-Analyst Oliver Schwede mit sechs weiteren Branchenexperten die aktuelle Situation von Digital Signage in DACH diskutierte. Dabei könnte sich die Branche beim in den letzten Wochen dominierenden Fußball einiges abschauen: Teamgeist und Zusammenspiel, das Sich-Ergänzen – da kann und sollte noch einiges gehen.

Gastgeber in der Allianz Arena: Andy Smith, EMEA Brand Manager, New Business Expansion, Arrow OCS (Foto: TK/ invidis.de)

Gastgeber in der Allianz Arena: Andy Smith, EMEA Brand Manager, New Business Expansion, Arrow OCS (Foto: invidis.de)

Insgesamt sieben Experten aus unterschiedlichen Bereichen des Marktes sprachen beim Round Table miteinander über aktuelle Lage und Aussichten für Signage: Christian Kocholl, Geschäftsführer Technologie bei Netvico und Daniel Gasser von Relevance Analytics waren zwei Experten für Software, Retail und Signage an Bord, die betonten, dass Digital Signage einerseits in Gesamtkonzepte einzubinden ist – und idealerweise auch entsprechende Analysedaten für die Kunden liefern kann und sollte.

Philip Menzel (Foto: TK/ invidis.de)

Philipp Menzel (Foto: invidis.de)

Mit Franz Hintermayr von Stinova war ein weiterer markterfahrener Software-Experte vertreten, der wie sein Kollege Philipp Menzel von Sovato lange im Geschäft ist. Menzel erinnerte daran, dass Distributoren, die Standard-Pakete für kleinere Systemhäuser anbieten, dadurch einen Mehrwert für die Branche schaffen.

Denn – und das zeigte auch die Diskussion von größeren und Großprojekten: angepasst werden muss meistens sowieso an vielen Stellen. Ob Software, Hardware oder Netzwerktechnik: Wenn es um Designvorgaben, Usability oder die Verteilung von Content geht, gibt es eine Reihe von Besonderheiten zu beachten.

Joachim Holtz (Foto: invidis.de)

Joachim Holtz (Foto: invidis.de)

Gerade beim Content und bei der Frage, was Unternehmen mit einem Digital Signage-System bezwecken wollen, muss gute Vorarbeit geleistet werden. Die muss auch nicht ausschließlich aus der Branche kommen. Auch Kunden und deren Agenturen können dabei mithelfen. Ein praktisches Beispiel: eine große Airline, die den Bewegtbild-Content nicht nur im Breitbild, sondern gleich auch in Hochkant für Stelen produzieren lässt.

Ausschreibungen: Welche Kundenwünsche kann die Branche erfüllen?

Franz Hintermayr (rechts ) während der Diskussion (Foto: TK/ invidis.de)

Franz Hintermayr (r.) (Foto: invidis.de)

Oliver Schwede von invidis consulting wollte wissen, welche Erfahrungen die Branche mit Ausschreibungen gemacht hat. Unisono hieß es, dass es inzwischen eine Reihe potenzieller Fallstricke gibt, die die Marktteilnehmer beachten müssen.

In manchen Verträgen müssen die Dienstleister innerhalb kürzester Zeit in entfernten Gebieten Ersatz leisten – oder sollen gar gerade stehen, wenn es eine Störung beim Mobilfunkprovider gibt. Wie man mit diesen Kundenwünschen umgeht, das sei inzwischen eine der Herausforderungen. Ein Ansatz: mehr Standardisierung, sinnvolle Zertifizierungen – um Kunden und Branche mehr Verlässlichkeit zu bieten.

Branchenvertreter im gespräch (v.l.n.r.): Christian Kocholl, Daniel Gasser und Joachim Holtz (Foto: TK/ invidis.de)

Branchenvertreter im Gespräch (v.l.n.r.): Christian Kocholl, Daniel Gasser und Joachim Holtz (Foto: invidis.de)

Standards sind gefragt

Digital Signage wird ohnehin komplexer, Bereiche wie Medientechnik kommen in immer stärkerem Maße hinzu – wie etwa Frank Beyer, Geschäftsführer von ISS Intelligent Service Solutions feststellte. Herstellerunabhängige und branchenweite Standards könnten auch in technischer Hinsicht für jedes Projekt ein Gewinn sein. Denn: was genau heißt 24/7-Betrieb in Betriebsstunden gemessen, welche Spezfikationen für Leuchtkraft oder Farbtreue bei Displays könnten alle Hardwareproduzenten gleichermaßen gewährelisten?

Gesprächsteilnehmer Frank Beyer (Foto: TK/ invidis.de)

Gesprächsteilnehmer Frank Beyer (Foto: invidis.de)

Da zudem immer mehr Teilnehmer in den Markt drängen, könne durch Zertifizierung und Standards für Ausschreibungen und Technik mehr Sicherheit geschaffen werden – eine Position die von allen Diskussionteilnehmern vertreten wurde. Wichtig in allen Projekten nach wie vor: Wer ist oder sind die Ansprechpartner beim Kunden? Sind es Marketing oder IT – gibt es gar eine Stabsstelle digitale Kommunikation? Dass auf den ersten Blick nicht direkt klar ist, wer das Budget in Händen hält, davon berichtete auch Joachim Holtz, Geschäftsführer PrintScreenMedia. Wie der Rest des Podiums sprach sich auch Holtz für mehr Networking innerhalb der Branche aus. Allianzen zwischen den richtigen Partnern können der Branche das Leben – und Verdienen – schließlich deutlich einfacher machen.

Verwandte Beiträge

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.