Display-Technologie

Fit für harten Einsatz bei der Bahn – Dry Bonded Displays

- Um TFTs in Umgebungen einsetzen zu können, die besonders schutzklassenwürdig sind, können Dry Bonded Displays eine Option sein. Hersteller Data Display Group kann inzwischen diverse Zertifizierungen vorweisen. von Thomas Kletschke

ICE 3 -Züge in der Bahnsteighalle am Hbf Köln (Foto: Deutsche Bahn/ Max Lautenschläger)

ICE 3-Züge in der Bahnsteighalle am Hbf Köln (Foto: Deutsche Bahn/ Max Lautenschläger)

Wie im Frühjahr berichtet, hat die Data Display Group die Produktion von Dry Bonding-Displays ausgeweitet. Bei dem unter Raumtemperatur durchgeführten Verfahren werden TFT-Panels, Touch-Screen sowie – falls benötigt – ein Schutzglas jeweils über Vakuum- statt Luftschichten verbunden. Data Display vermarktet die Technologie unter VacuBond. Jetzt stehen weitere Infos über die verfügbaren Varianten zur Verfügung – zudem wurden wichtige zivile, militärische und Spezial-Zertifizierungen für den Einsatz in rauen oder technisch streng reglementierten Umgebungen erreicht – etwa bei der Eisenbahn.

Die Stärke des eingesetzten Schutzglases ist frei wählbar. Touchscreens aller gängigen Technologien können verwendet werden: resistiv analog, Glas/Glas, AMR-Touch oder projected kapazitiv. Das Opto-Gel für VacuBond ist laut Hersteller standardmäßig in den Materialstärken 0,3mm, 0,5mm, 1mm und 1,8mm verfügbar. Das Gel verbindet die einzelnen Komponenten und trägt zur Absorption starker mechanischer Einwirkungen wie Vibration oder Frontschlag bei.

Eisenbahnzulassung und Zertifizierung nach MIL-Standard

Die Technologie hat sich dem Unternehmen zufolge bereits in den notwendigen Drop-Ball-Tests für öffentliche Terminals sowie den sehr strengen Testläufen für die Eisenbahnzulassung bewährt. Auch Zertifizierungen nach IEC 60721-3-7 und MIL-STD 810F sind demnach problemlos über die Bühne gegangen. Alle Displaygrößen bis 27″ können nach aktuellen Angaben entsprechend gebondet werden.

Die Data Display Group verfügt über zwei identische VacuBond Produktionsanlagen am Hauptsitz in Germering bei München und am Standort Ronkonkoma in den USA. Damit sollen eine permanente Belieferung und ein umfassendes Risikomanagement sichergestellt werden.

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