invidis Kommentar

Digital Signage, Public Displays, Large Format oder besser Smart?

- Schon seit über zehn Jahren hadern Anbieter, um die perfekte Kategorie-Bezeichnung zu finden. Das begann mit der Lösungsbezeichnung Digital Signage und endet noch lange nicht bei professionellen Displays. von Florian Rotberg

Ob klein oder groß - das Konzept macht den Unterschied (Nintendo NYC 2008)

Ob klein oder groß – das Konzept macht den Unterschied (Nintendo NYC 2008)

In den Anfangsjahren war die Welt einfach gestrickt. Von Samsung und LG war im Bereich der professionellen Displays noch nichts zu sehen, der unumstrittene Digital Signage Marktführer NEC setzte die Standards. Professionelle Displays waren Public Displays – Punkt. Auch die Wettbewerber aus dem AV-Markt wie Sony, Panasonic, Sanyo, Fujitsu, Thomson und viele heute vergessene Marken setzten auf die Bezeichnung Public Display.

Dann trat Samsung Mitte der 2000er Jahre in den Digital Signage-Markt ein. Und plötzlich sollten Public Displays nicht mehr „öffentlich“ sondern „groß“ sein. Die Bezeichnung Large Format Displays war geboren. Der Markt und insbesondere NEC mieden zu Beginn die Bezeichnung wie der Teufel das Weihwasser. Irgendwann hielt die Kategorie-Bezeichnung Large Format auch Einzug in die Kommunikation von NEC.

Ende gut,alles gut? – Natürlich nicht. Denn seit diesem Jahr bietet der Marktführer Samsung auch kleinformatige professionelle Displays an. Die Bezeichnung LFD war also nicht mehr opportun. Nun soll es nach Meinung von Samsung also Smart Signage sein. Aus Sicht des 40%+ Marktanteilführers macht es durchaus Sinn. Alle neuen professionellen Displays haben nun „Intelligenz“ eingebaut – Stichwort SoC. Auch die Produktlinien Hotel TV „Smart Hospitality“ und Thin Clients „Smart Cloud“ passen nun in dieses Schema.

Guckt der Wettbewerb nun in die Röhre, oder besser: auf „Flachglas“? Sicherlich nicht – vielleicht ist eine Rückkehr zu Professionelle Displays ein guter Weg? Ob klein oder groß, smart oder weniger intelligent – der große Unterschied zu Consumer TV ist die professionelle Ausstattung und der Service. Wahrscheinlicher als eine gemeinsame Kategorie-Bezeichnung ist aber ein Dreiklang von Smart, Large und Professional. Voraussichtlich 2015 werden wir schon die ersten Ankündigungen für professionelle OLED-Displays sehen. Dann ist es wieder an der Zeit, einen neuen Begriff zu suchen.

Bis dahin und sicherlich auch darüber hinaus bleibt uns die Vielfalt. Leider.

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