Textilhandel

Primark setzt Standards in Digital Signage

- Textildiscounter oder Fast Fashion – unabhängig von der Kategorisierung erzeugt die Textilkette mit jeder Neueröffnung einen immensen Publikumsauflauf. Angebot und Pricing bringen etablierte Wettbewerber wie H&M, Zara oder C&A in die Bredouille. Auch im Bereich Digital Signage gibt der irische Fashion-Retailer dem Markt die Richtung vor. Ein invidis Bericht. von Florian Rotberg

Primark Digital Signage Konzept (Screenshot: invidis))

Primark Digital Signage Konzept (Screenshot: invidis)

Ein Besuch der Primark-Filiale in der Düsseldorfer Schadowstraße ist lohnenswert – nicht unbedingt aufgrund der aktuellen Kollektion, sondern wegen der für einen Discounter überragenden Digital Signage-Konzepte. Dass Primark gerade an der Schadowstraße auf vier Etagen 6.500 m² Verkaufsfläche betreibt, ist kein Zufall. Schräg gegenüber steht das Stammhaus von C&A, das in Anbetracht der neuen Konkurrenz auch grundlegend renoviert und mit Digital Signage veredelt wurde.

Neben der japanischen Uniqlo ist Primark weltweit führend in der Integration von Digital Signage im Fashion Retail-Ladenbau. Unzählige Displays präsentieren die aktuellsten Angebote oder agieren als dynamische Etagenverzeichnisse. Das von der Londoner Retail Design Agentur Dalziel and Pows entwickelte Konzept setzt auf ca. zwanzig 70“ Samsung Displays im Portrait-Modus. Realisiert wurden die Digital Signage-Installationen vom britischen Systemintegrator Handy AV.

Insgesamt setzt Primark auf fünf unterschiedliche digitale Anzeigeinstallationen:

  • LED-Walls – vorwiegend im Außenbereich bringen LED-Installationen die Fassaden in “Bewegung” und erreichen die gewünschte Fernwirkung. Neben Image und Ambient zeigt der Textildiscounter auch Angebotswerbung.
  • Store Arrival Column – Displays im Eingangsbereich. Content umfasst Angebote und Etagenverzeichnis.
  • Escalator Atrium Columns – das wohl beste Digital Signage-Konzept. Die Displays an den Aufzügen mischen in sehr ansprechender und dynamischer Art Etageninformationen und Fotostrecken sowie Filme zur aktuellen Kollektion. Der Bildschirm wird schräg aufgeteilt und bietet auch bei längeren Wartezeiten ein kurzweiliges Programm.
  • Floor Arrival Columns – klassische Etagenverzeichnisse mit hoher Informationsdichte zu Produkten und Services.
  • Check-out Zone Displays – Displays im Kassenbereich um gefühlte Wartezeiten zu verkürzen.

Primark betreibt mehr als 250 Filialen in Europa. Wobei insbesondere die nationalen Flagship Stores sowie ausgewählte Premium Stores eine hohe Digital Signage-Dichte aufweisen. Der britische Integrator hat über 40 Filialen ausgestattet, in Düsseldorf ausschließlich mit Samsung 70″ Displays (in früheren Installationen mit 40, 46 und 55″ Samsung Displays) und 6mm Pixel Pitch HandyLED monolithic Videowalls. Handy AV betreibt und managed das europaweite Netzwerk mit einer eigenen Digital Signage-Lösung.

Ausgewählte Digital Signage-Fotos von der Eröffnung in Düsseldorf (Rheinische Post):

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