Content-Trends

Lokal ist das neue Global bei Digital Signage

- Mit lokalem Content liegt man immer richtig – am besten man setzt auf „hyperlocal“ falls zuverlässig verfügbar. So oder ähnlich lauten die Content-Weisheiten in der Digital Signage-Industrie. Ein Blick auf aktuelle Projekte bestätigt den Eindruck. von Florian Rotberg

Fassade der Münchner Bank (Foto: Münchner Bank)

Fassade der Münchner Bank (Foto: Münchner Bank)

In München ist man seit jeher auf Traditionen bedacht. Das gilt nicht nur für die Wiesn, zu der die Stadt und ihre Bewohner alle Jahre wieder die Tracht aus dem Schrank holen. Auch beim Thema Digital Signage ist lokaler Bezug absolut wichtig. Internationale Retailer wie Primark wollen sich einen lokalen Touch geben (siehe invidis Bericht zu Primark Berlin), regionale Händler und insbesondere Banken präsentieren mit „Lokal-Kolorit“ ihre heimischen Wurzeln.

Der Herrenausstatter Hirmer – laut eigenen Aussagen Betreiber des weltgrößten Herrenmodehauses – renoviert zurzeit das Stammhaus in der Münchner Innenstadt. Wie nun bekannt wurde, setzt man bei Hirmer auf lokalen Content. Eine 20 m hohe Videowall wird zurzeit im Treppenhaus installiert – mit einem Content-Konzept das ausschließlich „München wiederspiegeln soll“. Hirmer Geschäftsführer Troch gegenüber der Münchener TZ: „Da wird dann der Eisbach zu sehen sein oder der Blick vom Alten Peter.“ (Randnotiz: Hirmer hat nicht nur ein Gespür für bayerische Herkunft. Die Münchner entwickelten und betreiben das Resort Campo Bahia – die Basis der deutschen Fußballnationalmannschaft während der FIFA WM 2014.)

Nur ein Steinwurf entfernt im gleichen Gebäudekomplex sitzt die Münchner Bank – die genossenschaftliche Bank der bayrischen Landeshauptstadt. Die neue Zentrale wurde mit LED und Projektion aufwändig digital ausgestattet. Das Programm ist München. Eine Videodokumentation zu den Medieninstallationen findet sich hier auf der Webseite. Große Herausforderung für die Architekten war es, innovative Medieninstallationen an einer denkmalgeschützen Fassade unterzubringen. Lange LED-Videoelemente verzieren nun die Fassade, eine großflächige Projektion bringt Münchner Geschichten und Bilder in den Vorraum. Sehenswert!

Lokaler Content erzeugt mit die höchste Aufmerksamkeit, da er die größtmögliche Relevanz für Passanten bietet. Die gemeinsame Interessensklammer ist nun mal die Umgebung der Digital Signage-Installation.

Einen spannenden Einblick in Münchner und weltweit relevante Projekte gibt invidis consulting wieder im Rahmen der 8. OVAB Digital Signage Conference Munich. Am Vortag der Konferenz (17.09.2014) führen die Experten von invidis wieder durch die Münchner Innenstadt und zeigen neue, interessante Projekte.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

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