Flughafen Düsseldorf

Digital Signage-Upgrades am laufenden Band

- Die deutschen Flughäfen setzen zurzeit im großen Stil auf Digital Signage-Upgrades und -Erweiterungen. Düsseldorf, als die Nummer drei im deutschen Markt, steht ganz vorne an der Spitze. In den letzten Monaten wurde das Terminal um einige neue Videowalls ergänzt. Ein bemerkenswerter Wandel pro Digital Signage. Ein Überblick. von Florian Rotberg

World Duty Free in Düsseldorf (Foto: invidis)

World Duty Free in Düsseldorf (Foto: invidis)

Digital Signage an deutschen Flughäfen war in der Vergangenheit auf Fluginformationsanzeigen (FIDS) beschränkt. Klassische DooH-Netze galten – außer bei der Deutsche Telekom Out-of-Home – als nicht wirtschaftlich. Doch diese Ansicht hat sich in den vergangenen 12 Monaten sichtbar gedreht. Frankfurt/Main baut auf flächendeckende DooH-Netze nicht mehr nur an den Gepäckbändern, sondern auch in hochfrequenten Passage-Situationen im Terminal. Stelen und von der Decke abgependelte Displays sind nun omnipräsent.

Die Düsseldorfer Kollegen rüsten zurzeit mit Partnern und Mietern großflächig nach. DooH-Videowalls gibt es an hochfrequenten Passagen und Treppen. Sixt etwa rüstete die Gepäckbänder mit Videowalls aus und seit Kurzem auch mit einer aufmerksamstarken Videowall oberhalb der Sicherheitskontrolle. Die Münchner Autovermieter sind seit Jahrzehnten einer größten Werbekunden an Flughäfen in Deutschland – zunehmend auch voll-digitalisiert.

Dior Kampagne im WDF in Düsseldorf (Foto: invidis)

Dior Kampagne im WDF in Düsseldorf (Foto: invidis)

Großartig ist die neue Digital Signage-Installation im Duty Free Bereich im Terminal A. Der italienisch-spanische Travel Retail-Anbieter World Duty Free (früher Auto Grill, Aldeasa) hält seit diesem Jahr die Duty Free Rechte am Flughafen Düsseldorf, die vorher vom Hamburger Wettbewerber Gebrüder Heinemann gehalten wurden. Im Rahmen des Gewinns der Ausschreibung baut nun WDF die vorhandenen Duty Free Flächen komplett um.

Seit Kurzem glänzt nun der Duty Free Shop nicht nur durch neuen Ladenbau sondern insbesondere durch eine große Videowall-Installation. Die 16 Samsung Displays sind teils überlappend als Eyecatcher am Eingang installiert. Weitere Displays sind im Portrait-Modus hinter der Kasse installiert. Die Installationen werden augenscheinlich mit Sedna-Software bespielt.

In der Vergangenheit hat World Duty Free bereits in London auf ähnliche Installationen gesetzt. Die in London Gatwick installierte Wall setzt auf Sony-Displays mit dominanten Bezel und angesteuert mit Sony Ziri Software.

Weißer Content zeigt die Nachteile von Edge-Lit Backlights (Foto: invidis)

Eine Kalibrierung der Videowall fehlt noch  (Foto: invidis)

Im Wettbewerb der Flughäfen positioniert sich Düsseldorf mit den neuen und frischen Digital Signage-Konzepten weit vorne. In Frankfurt setzt man stark auf indoor und outdoor DooH-Netzwerke und in München bisher auf Landmark-Installationen wie dem Meta-Twist Tower. Die Entwicklung von Digital Signage im Travel Retail und Flughafen-DooH ist augenscheinlich sehr dynamisch. Weitere aufmerksamkeitsstarke Installationen werden in den kommenden Monaten noch folgen.

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