Mini-Displays

Hersteller starten zur IFA mit neuen Wearables durch

- Rechtzeitig zum Start der IFA 2014 geben Samsung und LG Gas: Beide Hersteller launchen nun neue Wearables. Eine Studie zeigt: Bis 2023 dürfte der weltweite Markt für Wearable Displays auf rund 23 Milliarden US-Dollar anwachsen. von Thomas Kletschke

Globaler Markt für Wearables: wächst von 51,2 Millionen Stück (2013) auf 130,7 Millionen Einheiten (2018) (Foto: LG; Grafik: IHS; Montage: invidis.de)

Globaler Markt für Wearables: wächst von 51,2 Millionen Stück (2013) auf 130,7 Millionen Einheiten (2018) (Foto: LG; Grafik: IHS; Montage: invidis.de)

Der weltweite Markt für Wearables soll allein von 2014 bis 2016 um 90% wachsen, schätzen die Marktforscher von IHS. Davon profitieren Panelhersteller und die Anbieter entsprechender B2C-Produkte. Vor der in dieser Woche startenden IFA haben große Hersteller wie Samsung und LG bereits neue Smartwatch-Modelle angekündigt.

Nachdem etwa LG dieses Jahr im Juni erste auf Android laufende Wearables gelauncht hat, baut der Konzern die Produktreihe mit dem Modell G Watch R aus. Mit der weltweit ersten runden Android-Smartwatch mit einem runden Plastic OLED (P-OLED) Display, das die komplette Bildschirmfläche nutzt, orientiert man sich am traditionellen Design von Armbanduhren. Das P-OLED Display misst 1,3 Zoll im Durchmesser. Selbst in einem Meter Wassertiefe soll die IP67-zertifizierte G Watch R bis zu 30 Minuten problemlos ihre Arbeit verrichten können.

Samsung bringt nach Berlin die ebenfalls brandneue Gear S mit. Das Modell ist mit einem 2 Zoll großen und gewölbten Super AMOLED-Display ausgestattet und kann via 3G mit dem mobilen Web verbunden werden. Wie das LG-Modell sind weitere Sensoren verbaut. Samsungs Modell verfügt zudem über eine Echtzeitfußgängernavigation. Eine Financial Times-App informiert über wichtige Neuigkeiten, mit Nike+ Running lässt sich die Smartwatch als Fitnesscoach nutzen.

Beide Konzerne dürfen beim Absatz auf eine jüngst von IHS veröffentlichte Prognose hoffen: In vergangenen Jahr wurden weltweit noch 51,2 Millionen Wearables verkauft – im Jahr 2016 sollen es bereits 130,7 Millionen Stück sein.

Ab da geht es dann weiter steil bergauf. Für 2020 sehen die Marktforscher einen ersten großen Wendepunkt: Die jährlichen Steigerungsraten liegen dann „nur“ noch bei durchschnittlich 52,9% bis 2023. Zudem dürften ab 2020 flexible Displaytypen bei den Wearables wichtiger werden. Machen aktuell starre Displays etwa 70% der Umsätze aus, sollen es 2023 lediglich noch 10% sein. Flexible Displays hätten dann einen Marktanteil von 50%, dehnbare Displays einen Anteil von 30%. Im Jahr 2023 soll das Marktvolumen für Wearable Displays weltweit bei 22,7 Milliarden US-Dolar liegen, so IHS.

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