OVAB Digital Signage Conference Munich

Fernseher vs. Profi-Display?

- Andere Länder, andere Märkte – die selben Herausforderungen. Beim diesjährigen Panel des OVAB Europe wurde deutlich, dass Software- und Displayanbieter auch künftig großen Herausforderungen gegenüberstehen. von Stefanie Schömann-Finck

Verschiedene Länder und doch ähnliche Sichtweisen: Das OVAB Europe Panel (Bild: invidis)

Auch, wenn 2014 das Wachstum etwas gedämpft war, verzeichneten alle Teilnehmer Zuwächse, vor allem in Westuropa. Einzig Vladimir Kozlov von DigiSky konnte nur für den russischen Markt sprechen, der nicht so stark wuchs wir in den Jahren zuvor. Allerdings, so Kozlov, unterliege er auch ganz anderen Mechanismen. Unternehmen agieren kaum über die russischen Grenzen hinweg, dafür aber seien internationale Anbieter auch auf dem russischen Markt präsent. Und zwar nach wie vor, trotz aller politischen Entwicklungen.

Gerade im Bereich Software sahen die Panel-Teilnehmer noch große Veränderungen für das kommende Jahr. Damon Crowhurst von Scala, Brian Dusho von Broadsign und Ronni Guggenheim von Navori bestätigten die anhaltende Konsolidierung. Auch waren sie sich einig, dass Softwareanbieter künftig mehr Dienstleistungen anbieten und individueller auf Kunden eingehen müssen.

Interessant war die Sicht von Bob Raikes von Meko: Er beobachte seit einigen Monaten, dass TV-Geräte immer besser werden, was Bildqualität und Helligkeit betreffe. Professionelle Displays könnten da nicht mehr mithalten und Kunden würden diesen Unterschied bald negativ bemerken.

Brian Dusho von Broadsign fand dazu die passenden Worte. Er plädierte dafür, bewegte Außenwerbung nicht mehr als Konkurrenz zum Fernsehen zu sehen, sondern als ein Komplementärmedium. Die Bewegtbildmedien müssten zusammenarbeiten, anstatt sich gegenseitig Budgets streitig zu machen. Dabei komme es nicht auf die Qualität des Displays an, sondern nur darauf, den User auf allen Bildschirmen mit Bewegtbild zu erreichen.

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