OVAB Digital Signage Conference Munich

Offline online shoppen

- Wo liegen die T-Shirts im Laden? In welchen Größen und Farben gibt es sie? Und sind sie auch online verfügbar? Das sind nur einige Fragen, die eine neue interaktive Shopping-Wand beantwortet. von Stefanie Schömann-Finck

Bernd Albl, Ars Electronica Solutions, und Günther Berger, Umdasch Shopfitting (Bild: invidis)

Auf der 8. OVAB Digital Signage Conference Munich stellten Umdasch Shopfitting und Ars Electronica Solutions ihren Prototypen genauer vor. Die Videowand testeten sie drei Monate lang in einer Wiener Filiale des Streetwear Labels RAG. Im Februar dieses Jahres zeigten sie sie zudem auf der Euroshop.

Ziel war es, die Offline- und Onlinewelt, also Filiale und Webshop miteinander zu verknüpfen. Die aus 14 Bildschirmen bestehende Videowall befand sich bei Nichtnutzung im passiven Modus. Gezeigt wurden Markeninfos, aber auch Teaser, die auf interaktive Funktionen der Wand hinwiesen. Letzteres war nötig geworden, weil viele Kunden nicht wussten, dass die Videowand Interaktion zuließ.

Sobald Kunden an die Videowand herantraten, wechselte sie in den interaktiven Modus. Statt auf Worte oder Erklärungen, setzten die Realisatoren für die Navigation auf Symbole. Kunden, aber auch Verkäufer, konnten sich schnell anzeigen lassen, wo sich bestimmte Artikel im Laden befanden, ob sie noch in anderen Ausführungen erhältlich und vorrätig waren. Wer wollte, konnte sich einen eigenen Warenkorb zusammenstellen und diesen auf sein Smartphone übertragen. In den 80 Testtagen kam es zu 4.500 Interaktionen, insgesamt wurden 220 mal Artikel eingescannt.

Weniger erfolgreich waren dagegen die Einbindung sozialer Medien und die Pinnwand. Trotz der jungen, medienaffinen Zielgruppe wurden beide Elemente kaum genutzt. Allerdings waren sie auch nicht beworben worden.

Auf der Euroshop war das Interesse an der Wand sehr groß, berichteten Günther Berger, Umdasch Shopfitting, und Bernd Albl, Ars Electronica Solutions. Und zwar nicht nur von Modeeinzelhändlern, sondern auch aus der Schuh-, Möbel- und Lebensmitteleinzelhandelbranche kamen Interessenten. Vielleicht wird also auch bald der Supermarkt um die Ecke per Videowand durchs Sortiment weisen.

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