OVAB Digital Signage Conference

Positiver Blick in die Zukunft

- „Consolidating the industry’s rise“ – unter diesem Motto steht die diesjährige OVAB Digital Signage Conference Munich. Schon in der Keynote wurde deutlich: Der Markt wird wachsen, sich aber weiterhin konsolidieren. Und er wird internationaler. von Stefanie Schömann-Finck

Florian Rotberg und Oliver Schwede geben einen aktuellen Marktüberblick (Bild: invidis)

OVABs Vizepräsidendt Winfried Karst eröffnete offiziell die Konferenz. Traditionell schlossen sich daran Florian Rotberg und Oliver Schwede von invidis consulting mit ihrer Keynote an, in der sie einen aktuellen Überblick über den Digital-Signage- und DooH-Markt gaben.

Mit Stolz präsentierten sie den Stand des Branchenindexes DBCI. Dieser umfasst stetig mehr Länder, 2015 sollen 80 Prozent des EMEA-Marktes regelmäßig befragt werden. In EMEA wurden 2013 500.000 Displays verkauft. Ein Viertel davon in den deutschsprachigen Markt, der nach wie vor der größte ist. Eine besonders Dynamik ist allerdings nicht nur in Mitteleuropa, sondern vor allem in Russland zu beobachten, ungeachtet der momentanen politischen Lage.

Insgesamt wuchs der Markt 2014 verhaltener als in den Jahren zuvor, aber schon im kommenden Jahr erwarten die Experten wieder ein Wachstum von 20 Prozent oder mehr. Grund sind neue Einsteigerserien der Displayanbieter, die zwischen Consumer und Professional Displays rangieren. Zudem machen neue, einfache Geschäftsmodelle sowie sinkende Preise den Einstieg in den Markt deutlich einfacher.

Damit wird ein neuer Kanal, nämlich kleine und mittelständische Unternehmen angesprochen, wie etwa die kleine Boutique um die Ecke. „Wir glauben, dass das eine großartige Wachstumsmöglichkeit für Digital Signage ist und man auf diese Weise neue Verkaufsstellen erschließt“, sagte Florian Rotberg, Geschäftsführer der invidis consulting GmbH.

Aber Digital Signage wird nicht nur einfacher, sondern auf der anderen Seite auch hochwertiger und komplexer. Integratoren agieren nach wie vor sehr regional, aber internationale Projekte nehmen merklich zu. Bei den Softwareanbietern ist der Druck nach wie vor sehr hoch und die Konsolidierung weiterhin in vollem Gange.

Für 2015, machen Rotberg und Schwede deutlich, müssen sich Ausschreibungen, Prozesse, Arbeitsabläufe und Umsetzungen verändern. Denn noch immer ist Digital Signage technikgetrieben, Kundenbedürfnisse, Inhalte und der Betrieb werden noch immer zu häufig unterschätzt.

Der Digital-out-of-Home-Markt wuchs 2013 um 16 Prozent. Allein im deutschsprachigen Markt gibt es 160 relevante Netzwerke. „Das sind beeindruckende Zahlen“, fasste Oliver Schwede, Senior Analyst bei invidis consulting zusammen. „Das zeigt, dass die DooH-Modelle funktionieren und sich die Investitionen der vergangenen Jahre auszahlen.“

Aufgrund rechtlicher und technische Limitierungen wird sich DooH weiterhin auf den Innenbereich konzentrieren. Interaktive Modelle, aber vor allem Lösungen, die verschiedenste Displays einbinden werden beliebter und wichtiger werden. Sowohl für Digital Signage als auch für DooH bleibt für die kommenden Jahre ein Thema entscheidend: Standards. Hier hat sich zwar bereits viel getan, aber noch immer ist hier die größte Herausforderung gegeben.

Am Ende ihrer Keynote wagten Florian Rotberg und Oliver Schwede eine Prognose für 2020. Sie glauben, dass Displays in allen Variationen verfügbar sein werden, Software auf Plattformen erfolgreich und einfacher handhabbar sein wird, und DooH wird in Echtzeit und location-based verfügbar sein. Der gesamte Markt wird in sechs Jahren, so die Experten, seine Konsolidierung abgeschlossen und eine sehr attraktive Größe erreicht haben. Will heißen: Die Zukunft bleibt positiv.

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