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Handel

Saturn eröffnet den ersten Omnichannel-Markt

Mit Digital Signage-Stelen, Electronic Shelf Labels, Tablets, Video Walls, mobile Anbindung, LED-Lighting, ladenbaulicher Veränderung, einem Drive-In, Onlineabholung und einer Packstation kommt der 4.300 m² große, neue Saturn in Ingolstadt daher. invidis stellt Ihnen das Konzept vor, das Vorbild für alle weiteren Märkte ist.
Außenaufnahme des Markts (Foto: Martin Hangen / Saturn)
Außenaufnahme des Markts (Foto: Martin Hangen / Saturn)

Herkömmliche Preisschilder gehören hier der Vergangenheit an, im Saturn am Westpark 7. Seit heute früh können die Kunden vollkommen neue Services nutzen, die in dieser oder abgewandelter Form künftig in jedem Saturn in Deutschland zur Verfügung stehen. Elektronische Preisauskünfte gehören dazu. Im ganzen Markt versehen ESLs von Imagotag ihren Dienst. Neben Pricer, einem der beiden derzeit von MSH getesteten Anbieter von Electronic Shelf Labels.

Saturn Ingolstadt ESLs im Smart Home-Bereich (Foto: invidis.de)
Saturn Ingolstadt ESLs im Smart Home-Bereich (Foto: invidis.de)

Nicht nur die Kunden können profitieren: Durch den flächendeckenden Einsatz von eInk-basierten ESLs in allen Größen werden Preisinformationen jetzt elektronisch eingespielt. Auch für die Mitarbeiter sind die ESLs einfacher und schneller in der Bedienung. Zudem versteckt sich in der TV-Abteilung ein weiteres spannendes Feature. Da, wo sonst teiltransparente Aufkleber auf den TVs angebracht sind, die Preise oder Features erklären, hat xplace aus Göttingen die TVL Boxen hinter den Fernseher installiert.

Vor dem Markt Abholstation (Foto: invidis.de)
Vor dem Markt: Abholstation (Foto: invidis.de)

Wie beim ESL – deshalb die Namensähnlichkeit – werden Infos hier eingespielt, in diesem Fall über ein einfaches Netzwerkkabel. Für den Kunden wiederum ist der TV übers Smartphone erreichbar – ein weiteres Feature, das zeigt, was Saturn meint, wenn man von Mobile first spricht.

CDO Martin Wild gibt auf der Video Wall aus Curved UHDs einen Ausblick auf weitere Informationen (Foto: invidis.de)
CDO Martin Wild gibt auf der Video Wall aus Curved UHDs einen Ausblick auf weitere Informationen (Foto: invidis.de)

Für Digital Signage in allen Varianten zeichnet xplace verantwortlich – und nur eine Ausnahme gibt es in Ingolstadt. In der Küchenabteilung hat der Anbieter Kiveda eine von Friendlyway stammende Touch-Stele samt Kiveda-Software und Vdeochat-Modul verbaut. Kiveda hat sich auf Onlineplanung von Küchen spezialisiert. Hier steht das erste Kiveda-Terminal in einem Saturn, an dem man alleine oder mit einem Fachberater vor Ort sowie dem zugeschalteten Experten seine Traumküche zusammenstellen kann.

Friendlyway-Stele von Kiveda (Foto: invidis.de)
Friendlyway-Stele von Kiveda (Foto: invidis.de)

Schon vor dem Markt aber zeigt Saturn, wie man die Kunden nun beser und Kanal-verschmelzend bedienen möchte. Während die Rückseite des Marktes einen Drive-In bietet, hat man vor dem Markt eine Strom-Zapfsäule eingerichtet – für E-Biker oder Autos gedacht. Während das Gefährt auftankt, kann man an der 24/7-Abholstation Ware abholen.

Hinter TVs installiert: TVL-Box von xplace (Foto: invidis.de)
Hinter TVs installiert: TVL-Box von xplace (Foto: invidis.de)

Wer während der Öffnungszeiten kommt, kann im Eingangsbereich an einer Kaffeetheke der neuen Komfortzone entspannt mit dem Einkauf beginnen. Dort befindet sich auch eine aus Samsung Curved UHDs aufgebaute 2×2 Video Wall. Zudem im Eingangsbereich: die Online-Abholung. Jeder kann, keiner muss in den Markt. Gibt es dort eine Schlange, zieht man entspannt an einem Touchterminal eine Nummer (Bonpapier) – oder zieht sich die Infos via App aufs Smartphone. So kann man durch den Markt bummeln, bevor man online bestellte Ware am Counter abholt – man wird benachrichtigt.

Mit ohne Preisaufkleber: Fernseher in der TV-Abteilung (Foto: invidis.de)
Mit ohne Preisaufkleber: Fernseher in der TV-Abteilung (Foto: invidis.de)

Das Flanieren dürfte dem überwiegenden Teil der Kunden einfacher fallen. Statt blauen Teppichs setzt man auf einen hellgrauen, freundlicheren Bodenbelag. Das gesamte Lighting findet via LED statt – vor allem setzt man auch bei der Beleuchtung auf mehr Akzentbeleuchtung. Die wird ebenfalls schon im Eingangsbereich an Inseln eingesetzt, die Produkte ansprechend inszenieren, etwa Kopfhörer.

Smartphone spricht den mit der TVL Box versehenen TV an (Foto:invidis.de)
Smartphone spricht den mit der TVL Box versehenen TV an (Foto: invidis.de)

A propos Inseln: Auch an die Hersteller und Lieferanten hat Saturn gedacht. So gibt es eine Insel von Siemens, auf der der Hersteller Ware präsentiert. Und Philips zeigt, dass man zumindest versuchen kann, Frauen über das Thema Beauty mehr für eigene Produkte zu begeistern.

Saturn Stele: Drei der 42-Zöller wuden verbaut (Foto: invidis.de)
Saturn Stele: Drei der 42-Zöller wuden verbaut (Foto: invidis.de)

Überall im Markt finden sich Samsung-Tablets, die die Mitarbeiter mit einem Key freischalten und mitnehmen können, um auf der Fläche zu beraten. Auch hier sind alle Mobilfunktionen der Shops verfügbar. Man kann also beispielsweise schon den virtuellen Warenkorb befüllen.

Tiefergelgt: Die Regalhöhe angepasst (Foto: invidis.de)
Tiefergelgt: Die Regalhöhe angepasst (Foto: invidis.de)

Sucht man eine Abteilung, ein Gerät oder einen Mitarbeiter: Kein Problem, der Markt wurde sozusagen tiefergelegt. Statt 1,60 m hoher Regale, präsentiert man die Ware auf 1,4 m Regalhöhe. Man hat also eine gute Sicht durch den aufgeräumt wirkenden Markt. Hier kann Einkaufen Spaß machen.

An insgesamt drei Stelen – 42 Zoll Touchscreens – sind Saturn-Produkte von saturn.de samt Infos abrufbar. Eine Variante des Mobile Mirror von xplace kommt ebenfalls zum Einsatz. Spot Me heißt der Selfie-Screen, an dem man sich gemeinsam mit Tech-Nick fotografieren lassen kann.

Ausgangsbereich mmit 3x3 Video Wall (Foto: invidis.de)
Ausgangsbereich mit 3×3 Video Wall (Foto: invidis.de)

An den Kassenbereichen setzt Saturn nun statt auf Einzelkassen auf eine Theke mit Zugang von beiden Seiten, wie man sie von einigen Modehändlern kennt. Der Ausgangsbereich bietet neben einem kleineren 3D-Screen eine aus neun TVs von LG aufgebaute interaktive Video Wall (3×3). Die Touchfunktionalitäten werden hier durch Microsoft Kinect übernommen. Auch wenn die verwendeten TVs B2C-Geräte sind, eine gut funktionierende Installation.

Thema Beauty: Herstelle-Iinsel von Philips (Foto: invidis.de)
Thema Beauty: Hersteller-Insel von Philips (Foto: invidis.de)

Fazit: Saturn meint es Ernst. Man will die strategisch erkannten und entschiedenen Ziele umsetzen, und das flächendeckend. Was man seit dem heutigen Mittwoch in Ingolstadt sehen kann, hat Hand und Fuß.

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