Multichannel

Seamless und sexy – der weShop zeigt den PoS von 2020

- Mehr als nur aufgehübscht: In München zeigen Serviceplan, die Vitrashop-Gruppe sowie die Technologiepartner Cancom, Cisco und NEC wie der stationäre Einzelhandel sich mit einem Omnichannel-Ansatz wieder begehrlicher für die Kunden machen kann. von Thomas Kletschke

Personalisierte Angebote auf einem LFD: Wenn Kunde Max einkauft, wird aus dem weShop der "Maxsshop" (Foto: invidis.de)

Personalisierte Angebote auf einem LFD: Wenn Kunde Max einkauft, wird aus dem weShop der „Maxsshop“ (Foto: invidis.de)

Wer das gesamte Bogner-Sortiment sehen, kaufen und bestellen will, braucht ab jetzt nur den 50m² großen weShop in der Brienner Straße aufzusuchen. Mode aus dem Kernsortiment ist in einer Auswahl vorhanden. Der ganze Rest kann angeschaut und bestellt werden – und auch spezielle Berater stehen in potenziell unendlicher Anzahl zur Verfügung. RFID, Beacons, Netzwerktechnik, Apps, Large Format Displays und elektronische Shelf Displays und weitere State of the Art-Technologien machen das möglich.

So wie dieses Mini Retail Lab könnten schon bald die Markenshops von zahlreichen anderen Herstellern aussehen – Bogner steht stellvertretend für den gehobenen Mode-Laden des Jahres 2020.

weShop: Ware auf einem Tisch mit integriertem intelligenten Screen (Foto: invidis.de)

weShop: Ware auf einem Tisch mit integriertem intelligenten Screen (Foto: invidis.de)

Dass der Point of Sale mit diversen schon verfügbaren Technologien sich bald zum Point of Service wandeln kann, das ist das erklärte Ziel der Projektpartner, die diesen experimentellen weShop geplant, gebaut und eröffnet haben. Die Kommunikations- und Retailexperten von Serviceplan und die Vitrashop-Gruppe, deren Ladenbauexperten bei Vizona und Visplay sowie der Lighting-Unit Ansorg hatten das Projekt als Seniorpartner angestoßen. Mit Cancom und NEC sind auch zwei Digital Signage-Branchenexperten mit im Boot – und Dickschiff Cisco stellt seine große Netzwerkexpertise zur Verfügung.

Bogner als Beispiel weShop in München (Foto: invidis.de)

Bogner als Beispiel: weShop in München (Foto: invidis.de)

Am gestrigen Mittwoch wurde der Shop eröffnet, im Jahr 2015 soll ein weiterer in Weil am Rhein entstehen, dann bei Vitrashop. Der Münchner weShop kann ab dem 22. Oktober nach Terminabsprache zur Live-Präsentation unverbindlich besucht werden. Man möchte den modular aufgebauten Shop vor allem großen Marken schmackhaft machen.

Umkleidekabeine des weShop (Foto: invidis.de)

Umkleidekabine des weShop (Foto: invidis.de)

Die könnten in naher Zulunft ihre großen Einzelhandelsflächen deutlich verringern. Neben Mietkosten, die so eingespart werden könnten, lassen sich auch in der Waren-Logistik ernorme Potenziale heben: Was nicht im Regal oder lokalen Lager des Shops hängt, das kann andernorts günstiger vorgehalten werden. Die Bestell- und Auslieferungsprozesse, die man aus dem Onlinehandel kennt, können nahtlos übernommen werden.

Im weShop kombiniert man diverse Elemente. Etwa die individualisierbare Kundenansprache mittels Beacon-Technologie (und damit Apps). In Kombination wird aus dem weShop dann der Shop mit dem Namen des Besuchers, etwa „Max“ (siehe Foto oben), dem man personalisierte Angebote auf dem großen Screen oder dem Smartphone machen kann.

Experter auf der App im weShop (Foto: invidis.de)

Experte auf der App des weShop (Foto: invidis.de)

Eine Stilberatung per Videokonferenz („Call an expert“) könnte in einem weiteren Schritt auch das Geschäftsmodell großer Modemarken verändern: Der Experte aus dem Web kann potenziell für diverse Shops, Schwestermarken oder Modehändler im Einsatz sein. Paralleles Online-Shoppen nicht vorhandener Produkte via Shop-Tablets, Home Delivery, Warenerkennung mittels RFID-Technologie oder Inszenierung im Spionpiegel in der Umkleidekabine und auf einem im Tisch integrierten Screen komplettieren das Ensemble. An den Regalen befindliche Klein-Displays geben weiter Impulse.

Bei den großen Displays verlässt man sich auf NEC: Bestandteil der Installation sind sowohl Large Format Displays wie das Spitzenmodell der V-Serie der Multisync V081 sowie die superschmalen Modelle MultiSync X462S und  X552S als auch der flexible Touch-MonitorE232WMT. Darüber hinaus kommen auch ein Slot-In PC mit Intel Core i5 Prozessor und der OPS Digital Signage Player von NEC zum Einsatz.

Auch für Nicht-Digitales bleibt genug Platz: Inszenierung der Ware im weShop (Foto: invidis.de)

Auch für Nicht-Digitales bleibt genug Platz: Inszenierung der Ware im weShop (Foto: invidis.de)

Auch Cancom trägt einiges zum Shop des Jahres 2020 bei. Eine Weltneuheit bietet die in die App integrierte Voice- & Video-Collaboration Technologie, die es dem Kunden ermöglicht, sich von unterwegs mit nur einem Klick mit einem echten Produktberater zu verbinden und personalisiert beraten zu lassen – eine der ersten Inhouse-App-Shopping-Lösungen weltweit.

Modeberatung im weShopdurch Expertin von außerhalb (Foto: invidis.de)

Modeberatung im weShop durch Expertin von außerhalb (Foto: invidis.de)

Weitere Highlights im weShop sind die intelligente Umkleidekabine mit einer auf RFID basierender, virtuellen Stilberatung und Inszenierung im Wandspiegel sowie der interaktive Beratungstisch, mit dem integrierten Touch-Display von NEC. Die Retail Analytics WLAN-Infrastruktur, die Cancom im weShop installiert hat, bietet den Kunden nicht nur Gratis-WLAN, sondern liefert dem Händler nützliche Informationen.

One thought on “Multichannel: Seamless und sexy – der weShop zeigt den PoS von 2020

  1. Was macht das für einen Sinn?
    Wenn ich Kleidung in einem stationären Kleidungsgeschäft kaufe, will ich diese auch anprobieren, ob diese auch passt.

    Da ist die ganze Technik nur Spielerei, die keinen Nutzen bietet.
    „Online“ im stationären Geschäft kaufen, per DHL zustellen lassen und dann feststellen, dass die Kleidung nicht passt…

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