Kampagne

Günther Oettingers Vision in 3D

- Analog fürs Digitale werben: So richtig in die Vollen greift die EU-Kommission bei ihrer Kampagne für digitale Wirtschaft und den digitalen Bürger noch nicht. Dennoch haben die Mannen von Digital-Kommissar Günther Oettinger der Kampagne eine Außenwerbe-Komponente mit 3D-Kniff hinzugefügt, die zeigt, wie visuelle Kommunikation auch trockene Themen rüberbringen kann. von Thomas Kletschke

Außenwerbeaktion EU für Sie da (Foto: EU-Kommission)

Außenwerbeaktion EU für Sie da (Foto: EU-Kommission)

Die Europäische Kommission möchte gegenüber den Bürgern in der medienübergreifenden Kampagne kommunizieren, welchen Nutzen die EU konkret bringt. In zunächst sechs Ländern startet die Kampagne. Als erstes wirbt, ab dem 28. November 2014, die Kommission in Deutschland. Die Kampagne besteht aus sechs TV-Spots sowie sechs Printanzeigen.

Dazu wird eine Kampagnen-Website gelauncht, die über 80 EU-geförderte Projekte und Programme anschaulich machen soll.

In Deutschland ist das Kernthema der Kampagne der digitale Bürger und, wie sich die EU dafür einsetzt, Verbraucher und Unternehmen im digitalen Zeitalter zu fördern und zu unterstützen. Studien belegen, dass eine integrierte digitale Wirtschaft in Europa 250 Milliarden Euro zusätzliches Wachstum über die nächsten fünf Jahre generieren könnte. Und weil diese Integration nur auf Vertrauen aufgebaut werden kann, investiert die EU bis 2020 etwa 500 Millionen Euro in Internetsicherheit und Datenschutz.

„Die digitale Wirtschaft und Gesellschaft ist ein Zukunftsthema und eine der Top-Prioritäten der neuen Kommission unter Präsident Juncker. Kommissar Günther Oettinger und Vizepräsident Andrus Ansip kümmern sich gemeinsam um die Vollendung des digitalen Binnenmarkts“, sagt Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.

Auch wenn Bewegtbild noch sexier gewesen wäre: Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, hat der deutsche Künstler Manfred Stader eine besondere Kunstinstallation entworfen, die sich mit dem digitalen Zeitalter auseinandersetzt und illustriert, wie die EU sich für den digitalen Bürger einsetzt. Das Kunstwerk war vorab Mitte November im Hauptbahnhof Berlin zu sehen – unweit des Europaplatzes.

„Die digitale Welt ist ein Motor für den Arbeitsmarkt“, sagt EU-Vertreter Kühnel. „Alleine in Deutschland könnten bis 2020 schätzungsweise 900.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden. Wir können es uns nicht leisten, dass digitale Kompetenzen fehlen: Auf europäischer Ebene drohen schon im Jahr 2015 eine halbe Million Arbeitsplätze unbesetzt zu bleiben, weil es an Fachkräften wie Webdesignern, Programmierern oder Experten für digitale Sicherheit mangelt.“

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