invidis Jahreskommentare 2014

Posterscope erkennt digitales Zeitalter der Außenwerbung

- Wir haben 2014 auch die wichtigsten Marktteilnehmer der Digital-out-of-Home-Branche zum ausklingenden und zum kommenden Geschäftsjahr 2015 befragt. Der erste DooH-Jahreskommentar stammt von Dr. Kai-Marcus Thäsler von Posterscope, der über den Beginn des digitalen Zeitalters der Außenwerbung und die kommende Eroberung des interaktiven Bewegtbilds im Öffentlichen Raum spricht. von Theresa Amann

DooH-Jahreskommentar 2014: Dr. Kai-Marcus Thäsler, Postersope

DooH-Jahreskommentar 2014: Dr. Kai-Marcus Thäsler, Posterscope

Dr. Kai-Marcus Thäsler, Managing Director, Posterscope Deutschland GmbH:

Das digitale Zeitalter der Außenwerbung hat begonnen
Interaktives Bewegtbild wird den Öffentlichen Raum erobern

2014 war ein hervorragendes Jahr für die digitale Außenwerbung. Das Medium ist auf dem Weg, sich zu etablieren: Kaum noch eine reichweitenstarke OOH-Kampagne kommt ohne Video in Bahnhöfen, Flughäfen, Shopping-Malls, am POS, an Tankstellen oder in U-Bahnen aus. Auch die klassischen TV-Bucher unter den Werbungtreibenden haben das Medium in den vergangenen Monaten für sich entdeckt: Ob 20th Century Fox, C&A, Ferrero oder Microsoft – sie alle nutzen inzwischen die Reichweite und die Targeting-Möglichkeiten des Mediums. Dazu kommen immer mehr jener Kunden, die Online-Video-Flights in den Öffentlichen Raum verlängern. Sie erkennen zunehmend, dass sie hier junge Internet-affine Zielgruppen und mobile Besserverdiener – beides klassische TV-Wenigseher – flexibel und zielgenau erreichen können.

Mitte des Jahres wurde ein weiterer Meilenstein für die Branche gelegt: Alle ernst zu nehmenden Anbieter von DOOH können inzwischen standardisiert erhobene Leistungswerte vorlegen, die demnächst auch mithilfe der Planungstools der Mediaagenturen gezählt werden können. Damit steigt die Relevanz des jungen Mediums für alle Kunden, die DOOH im intermedialen Vergleich benchmarken wollen.

Diese Leistungsstudie wird DOOH neben der steigenden Qualität und Visibilität der Kanäle und der Optimierung der Screens nach Leistungskriterien einen wesentlichen Push geben. Immer mehr Anbieter haben erkannt, dass sie ihre Bildschirme nach Wirkungs- und ihre Netze nach Leistungkriterien aufbauen und permanent optimieren müssen.

2015 wird darüber hinaus die intelligente, crossmediale Verknüpfung mit Mobile-Kampagnen ins Zentrum des Interesses der Werbungtreibenden rücken. Das Smartphone als Rückkanal, Beacons als Impulsgeber, Social Media als Word to Mouth-Verstärker verleihen Kampagnen durch eine Ausspielung von Spots, die nahe an Echtzeit herankommt, eine bislang ungeahnte Gravitationskraft.

Voraussetzung hierfür ist allerdings die Ansteuerung der Playout-Systeme der DOOH-Anbieter in Neartime, also so gut, wie Live. Denn nur so können Kampagnen an aktuelle Gegebenheiten der Kundenkommunikation angepasst werden, nur so können Werbungtreibende ihren Abverkauf gezielt über DOOH pushen, nur so kann das Medium seine Stärke gegenüber der klassischen Außenwerbung ausspielen. International ist das längst Standard, hierzulande gibt es noch Nachholbedarf. Dass die Digitalisierung die Logik der Internet-Werbung künftig auch in den Öffentlichen Raum tragen wird, steht außer Frage. Und die Branche rüstet sich dafür.

Das kommende Jahr wird hier, was die Technik anbelangt, sicherlich noch ein Jahr des Übergangs sein. Das Medium ist aber dabei, sich fest im Mediamix vieler Kunden zu etablieren. Daher kann 2015 ein noch besseres Jahr für die Digitale Außenwerbung werden, als es 2014 war. Die Pflicht ist vielerorts getan – um das Medium voranzubringen muss jetzt die Kür kommen.

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