Österreich

Gewista installiert 10 DooH-Stelen mit Defibrilator

- In Wien wird der Außenwerber insgesamt zehn digitale Außenwerbestelen mit Defibrilator installieren. Der erste der 72-Zöller, die Leben retten können, wurde nun in Betrieb genommen. Mit den Defis kann dem plötzlichen Herztod vorgebeugt werden von Thomas Kletschke

Stele mit Defibrilator im Bereich Freyung Ecke Strauchgasse (Foto: Gewista)

Stele mit Defibrilator im Bereich Freyung Ecke Strauchgasse (Foto: Gewista)

Die Gewista wird gemeinsam mit der Stadt Wien und „Puls – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes“ an zehn Standorten im ersten, dritten und vierten Bezirk Stelen errichten, an denen Defibrillatoren für den öffentlichen Gebrauch angebracht sind. Die Defibrillatoren können im Notfall entnommen werden – ähnlich wie ein Feuerlöscher.

Es wird eine automatische GPS-Ortung durchgeführt sowie über das integrierte System SmartLink eine sofortige automatische Telefonverbindung mit der Notrufzentrale der Wiener Berufsrettung hergestellt. Auf einem Touchscreen können entsprechende Defi-Informationen übermittelt oder abgerufen werden. Die Rückseite der Stele ist mit einem 72 Zoll-Screen versehen, über den Werbe-Content transportiert wird.

Screen der Defibrilator-Stele in Wien (Foto: Gewista)

Screen der Defibrilator-Stele in Wien (Foto: Gewista)

Die erste Stele, die im Bereich Freyung/Ecke Strauchgasse (gegenüber dem BA-Kunstforum) errichtet ist, wurde jetzt in Betrieb genommen. Die Errichtung der neun weiteren Stelen erfolgt im Frühjahr 2015. Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen Bezirke in Wien an dieser öffentlichen Dienstleistung interessiert sein werden. Deshalb wird damit gerechnet, dass im Endausbau zwischen 50 und 70 öffentliche Defibrillatoren in Wien aufgestellt werden könnten. Nach Errichtung der ersten zehn Standorte wird die Gewista eine massive Rolling Board Kampagne zum Thema Laiendefibrillation durchführen. Das Projekt wird von der MedUni Wien wissenschaftlich begleitet, unterstützende Partner sind die Wiener Städtische und die Telekom Austria.

Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache in Österreich. Ausgelöst wird er durch eine elektrische Fehlfunktion des Herzens – das Herz flimmert und kann den Kreislauf nicht mehr aufrecht erhalten. In diesem Zustand benötigt das Herz eine Herzdruckmassage und – bei Verfügbarkeit eines Defis – einen Elektroimpuls, um wieder in den normalen Takt zu finden. Mit jeder Minuter ohne einen solchen Impuls und der unbedingt notwendigen Herzdruckmassage sinkt die Chance des Betroffenen zu Überleben um ca. 10%.

An diesen Standorten werden die Defi-Screens installiert:

  • 1010, Freyung/ Strauchgasse
  • 1010, Bognergasse 2/ Am Hof
  • 1010, Reitschulgasse/ Michaelerplatz
  • 1010, Rotenturmstraße/ Fleischmarkt
  • 1010, Schottengasse vor 4
  • 1010, Habsburggasse
  • 1010, Rotenturmstraße/ Ertlgasse
  • 1010, Universitätsring vor 1
  • 1030, Landstraßer Hauptstraße vor 27
  • 1040, Resselpark/ Karlsplatz

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