Kooperation

JCDecaux, APG|SGA, Clear Channel Outdoor und Exterion Media wollen DooH-Standards verabschieden

- Noch im laufenden Jahr wollen JCDecaux, APG|SGA, Clear Channel Outdoor und Exterion Media gemeinsam die Entwicklung des ersten standardisierten Konzepts der Branche zur Erfassung der Medialeistung von Digital Out of Home Media vorantreiben. Grund für die branchenweite Kooperation: das anhaltende globale Wachstum auf dem Gebiet der digitalen Außenwerbung, das zwischen 2007 und 2014 auf 23% pro Jahr geschätzt wurde. von Thomas Kletschke

DooH in Berlin: Digital Underground-Screen (Foto: WallDecaux)

DooH in Berlin: Digital Underground-Screen (Foto: WallDecaux)

In den vergangenen Jahren konnte DooH sehr stark wachsen – und auch aktuell sehen die Branchen-Riesen ein großes Potenzial: im Jahr 2015 wird der Anstieg voraussichtlich 21% betragen, so die vier Außenwerber JCDecaux, APG|SGA, Clear Channel Outdoor und Exterion Media.

Da die globalen Werbungtreibenden mit den Erwartungen der Verbraucher an eindrucksvolle und innovative Kampagnen Schritt halten müssen, setzen Marken wie Samsung, Coca-Cola, Google und BMW einen steigenden Anteil ihrer Spendings für digitale Außenwerbung in ihren Kampagnen ein. Als Reaktion darauf investiert die Außenwerbeindustrie in die Entwicklung eines globalen Standards zur Erhebung digitaler Out-of-Home-Leistungsdaten. Die Werbewirtschaft soll dann erstmals in der Lage sein, die eindeutigen Vorteile und die Gesamt-Performance von Kampagnen in dem stark wachsenden Segment zu messen und die Erkenntnisse in die Planung künftiger Kampagnen einfließen zu lassen.

Deshalb wurde eine Arbeitsgruppe mit Experten für Werbeforschung aus allen beteiligten Unternehmen zusammengestellt, die nun das Projekt startet. Wie es heißt, will man es noch 2015 abschließen.

Das Pionierprojekt nutzt eine virtuelle Welt, um Konsumenten ein realistisches Erlebnis zu verschaffen, wie sie den verschiedenen Formen von digitaler und traditioneller Aussenwerbung begegnen. In Kombination mit der Methode der Blickerfassung (Eyetracking) kann das Konsortium den Werbeauftraggebern auf diesem Wege genaue Erkenntnisse darüber liefern, wie die Konsumenten auf Out-of-Home-Formate aller Art in einer Vielzahl verschiedener Umgebungen reagieren.

Die Ergebnisse sollen den Gremien für OoH-Medialeistungsmessungen in aller Welt zugänglich gemacht werden, damit sie die Möglichkeit erhalten, die Ergebnisse einzusehen und zu entscheiden, ob diese akzeptabel sind, um sie in ihre nationalen Forschungssysteme zu integrieren. Damit können dann digitale und traditionelle Außenwerbekampagnen kombiniert bewertet werden.

Was hält die Branche von dem Vorstoß? – invidis.de hat nachgefragt. Stimmen von Branchenvertreten sowie den Initiatoren lesen Sie in Kürze an dieser Stelle.

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