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Vier auf einen Streich – Wie sich Goldbach Germany positioniert

- In Österreich und der Schweiz hat Goldbach jeweils eine starke Marktposition inne: Als wichtiger Vermarkter für DooH und TV ist das börsennotierte Unternehmen einer der großen Player. Jetzt ist man auch als Bewegtbildvermarkter auf dem deutschen Markt gestartet. Wie ist Goldbach hierzulande aufgestellt? von Thomas Kletschke

Unterföhring: Firmenzentrale von Goldbach Germany (Foto: Goldbach)

Unterföhring: Firmenzentrale von Goldbach Germany (Foto: Goldbach)

Im Vergleich zu Digital-out-of-Home bietet der TV-Markt ein riesiges Marktvolumen. Kein Wunder also, dass Goldbach, die nun auch hierzulande im Sektor Bewegtbild auf DooH-Medien durchstarten, auch im Fernsehgeschäft mitmischt. Und nicht nur dort, denn man will den gesamten deutschen Bewegtbildmarkt adressieren, der insgesamt ein Volumen von 4,5 Milliarden Euro umfasst.

Deshalb ist beziehungsweise wird Goldbach Germany alle vier Bereiche des Bewegtbildmarktes bedienen: lineares TV, stationär und mobil ausgespielte Onlinevideos, Smart-TV und Digital-out-of-Home. „Es wird unter dem Dach von Goldbach Germany für jeden dieser Bereiche eine Tochterfirma geben, zwei davon, nämlich für TV und DooH, haben wir bereits gegründet“, so Goldbach Germany-CEO Peter Christmann in der am heutigen Donnerstag erscheinenden Horizont (Printausgabe). Für DooH ist Winfried Karst verantwortlich.

Das deutsche TV-Geschäft wird bisher von den zu den großen deutschen Privatsendern gehörenden Vermarktertöchtern dominiert, der zur ProSiebenSat1 (P7S1) gehörenden SevenOne Media und der zur RTL-Gruppe gehörenden IP Deutschland. Ab jetzt sollen die Werbezeiten kleinerer, gruppen-ungebundener Sender über die Goldbach Germany vermarktet werden. Der Plan: Goldbach will in Deutschland zum dritten wichtigen Player aufsteigen.

Die Schweizer Muttergesellschaft Goldbach hat zwar RTL (über IP Deutschland) und P7S1 mit jeweils 23% Anteil als Mitgesellschafter, allerdings spielt das für das deutsche Geschäft keine Rolle – hier bekennt man sich zur Neutralität.

Jetzt hat man in Deutschland prominente Vermarktungsexperten aus den beiden Sendergruppen für führende Positionen gewinnen können: Peter Christmann (zuvor ProSiebenSat1) und Martin Krapf (vormals IP Deutschland), die beide auch Anteile am Unternehmen halten, sind als CEO beziehungsweise Berater die prominenten Aushängeschilder des Unternehmens.

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