EuroCIS 2015

Volle Hallen, viel zu tun – Die EuroCIS im Überblick

- Düsseldorf | Pünktlich um zehn Uhr öffnen sich die Schleusen: Jede Menge Fachbesucher stürmen die beiden Messehallen. Über den Tag verteilt sind zahlreiche Interessenten an vollbesetzten Ständen und Gängen zu finden. von Thomas Kletschke

EuroCIS 2015 Andrang bei Öffnung der Messe am zweiten Tag (Foto: invidis)

EuroCIS 2015 Andrang bei Öffnung der Messe am zweiten Tag (Foto: invidis)

Bereits morgens zeigt sich, dass neben mehr Ausstellern und einem Zuwachs bei der Fläche zumindest gefühlt auch mit mehr Besuchern auf der EuroCIS 2015 zu rechnen ist. Was die Leads betrifft, wird auch in diesem Jahr das Gros der Aussteller Bestandskunden treffen. Neben zahlreichen deutschen Retailketten haben offensichtlich auch andere europäische Händler ihre Spezialisten für Mobile Marketing, PoS-Technologie und Digitalisierung nach Düsseldorf geschickt. Einige Aussteller – beispielsweise Scala – berichten zudem von einem stärkeren Interesse seitens osteuropäischer Retailer.

Selbst abgelegene Stände werden beachtet und gut frequentiert. Bei der Selbstinszenierung haben sich auch die Technikdienstleister selbst nicht lumpen lassen. Dies betrifft nicht nur große Konzerne mit entsprechend großen Ständen wie Toshiba, Fujitsu, Wincor Nixdorf oder Microsoft, bei denen sich die Massen auf der Fläche drängen. Auch KMUs haben sich mit Szenarien Mühe gegeben. Die Messe an sich ist schicker geworden – Stände zum Fremdschämen sind nicht auszumachen.

Mit Umdasch zeigt erstmals auch ein Shopfitter Präsenz auf der EuroCIS. Verschiedene Anbieter wie Axis Communications haben den Weg eingeschlagen, ihre Produkte für neue Anwendungsszenarien fit zu machen. Entsprechend setzen sie neben dem Auftritt mit Partnern auf eine bewusst schicke Inszenierung.

Trendthemen, die übergreifend auszumachen sind: Beacons, ESL, Measurement sowie Payment. Über allem als Klammer: Omnichannel, Multichannel, Verbindung von Absatzkanälen und bisher einzeln eingesetzten Lösungen. Originäre Digital Signage-Anbieter oder Unternehmen, die mit Digital Signage ein Gutteil ihrer Geschäfte machen, zeigen Präsenz. Bei ihnen geht es weniger darum, Brandneues zu zeigen, sondern Roll out-fähiges, auf konkrete Szenarien hin Ausgearbeitetes.

Ein gutes Beispiel dafür ist etwa Scala: Man sieht Digital Signage inzwischen nur als ein Element der eigenen Plattform: Datenbanken, ERP und Beacons betrachtet man als wichtige komplementäre Bereiche. Auch STiNO Eyevis und Concept/ Giada oder IGEL konzentrieren sich auf der Messe auf die Umsetzungen, die einen Retail-Einkäufer interessieren können. Bei T-Systems werden ESL und Beacons neben originären Mobile– und Software-Ansätzen (Kampagnen-, Filial- und Beacon-Managment, Kunden-Analyse) gezeigt.

Auch bei Ingram Micro sind Electronic Shelf Labels  ein großes Thema. Wie bei Magenta geht es darum, wie man ESL mit Beacons kombinieren kann, welche Softwaretools (hier: Motorolas MPact) dem Handel wertvolle Daten liefern, etwa im Hinblick auf die innerhalb eines Stores meistfrequentierten Bereiche. Die unter anderem bei Media Markt installierte Energy Box wird in Düsseldorf ebenfalls gezeigt.

Mit Wincor Nixdorf sind zusätzlich zu den hauseigenen Lösungen auch die Umsetzungen von und mit den beiden langjährigen Partner Polytouch sowie Innoforum am Stand zu sehen. Während Polytouch seine Stärken mit PoS-geeigneten und Multichannel-Roll out-bewährten Lösungen demonstriert (auch gesondert an einem eigenen Stand), macht man sich bei Innoforum Gedanken, wie ESL und Digital Signage-Screens gemeinsam bespielt werden können. Motto: ESL nur eine weitere Endgeräte-Variante von Intelligent Signage.

Ebenfalls mit verschiedenen gemeinsamen Umsetzungen zu sehen: Lösungen von Samsung bei der Online Software AG. Von der Smartwatch bis zu verschiedenen Large Format Displays werden hier verschiedene Umsetzungen mit PRESTIGEenterprise gezeigt. Die in HTML5 geschriebene Software der H5 Engine – die auch on- wie offline Inhalte in HTML5 darstellt – ist Roll out-fähig und bald auch in der jeweils aktuellen SoC-Generation von Samsung entsprechend lauffähig (ab: SoC 2.0).

Die neue SoC-fähige PRESTIGEenterprise Edition 4.2 wird erstmals in Düsseldorf gezeigt. Zeitgleich mit den kommenden SoC-Displays, die bei Samsung unter DBE laufen werden (aktuell: DBD) wird auch die Software offiziell gelauncht. Das wird dem Vernehmen nach wohl Mitte März 2015 sein.

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