ISE 2015

Die Profis – Scharfes Fotoshooting bei NEC

- Amsterdam | Messezeit, Modelzeit: Wie üblich fliegt der ein oder andere Hersteller weibliche langbeinige Models ein, die vor den hauseigenen Neuheiten posieren. Es darf aber auch mal ein gutaussehender Mann sein, um einen Ultra HD-Screen in Szene zu setzen – findet man bei NEC. von Thomas Kletschke

Cool bleiben trotz der Hektik drumherum: Chris beim Shooting in Halle 4 (Foto: invidis)

Cool bleiben trotz der Hektik drumherum: Chris beim Shooting in Halle 4 (Foto: invidis)

Drumherum ist Lärm, Staub. Klirrend fallen irgendwo ein paar Gänge weiter irgendwelche Alugestänge in sich zusammen. Orangefarbene Kranwagen bewegen sich langsam durch enge Gänge, am ein oder anderen Stand wird geweißelt oder mit schwarzer Rolle die Farbe aufgebracht. Ein leichter Flavour von Mehl aus Sägespänen, die Soundkulisse aus Gesprächen in allerlei Sprachen, enge Gänge. Irgendwo in diesem Wirrwar der Halle 4 finde ich auch Adrian und Chris.

ISE 2015: Chris (l.) und Adrian (r.) beim Fotoshooting

ISE 2015: Chris (l.) und Adrian (r.) beim Fotoshooting (Foto: invidis)

Lächelnd flirtet Chris mit der Kamera – ohne dabei rüberzukommen, wie ein zwangsverehelichter softer Passat Kombi-Fahrer. Tausende Frauen würden ihm vertrauen, sicherlich auch einige Männer, und sich von ihm überzeugen lassen, es doch mal mit einem Ultra HD-Large Format zu versuchen.

Denn Chris ist nicht hier, um die Leaf Engine zum Laufen zu kriegen, die Video Wall-Displays zu kalibrieren, oder den Stand sonstwie zu verfeinern. Wobei: letzteres ja doch irgendwie, das Auge isst ja auch mit.

Diesen Herrn könnten Sie bald auf einem NEC-Screen sehen (Foto: invidis)

Diesen Herrn könnten Sie bald auf einem NEC-Screen sehen (Foto: invidis)

Fotograf Adrian und Model Chris sind dabei, die passenden Bilder zu produzieren, um die NEC-Screens an den Mann, respektive die Frau zu bringen. Muss man auch erst mal können: natürlich, aber nicht langweilig. Markant, aber nicht chi-chi. Das gilt für Fotograf und Model gleichermaßen.

Vor einem UHD-Screen mit wechselnden Inhalten schießt Adrian Fotos und Bewegtbilder von Chris in Aktion. Chris sagt dabei lächelnd so etwas wie: „Willkommen bei NEC. Hinter mir sehen Sie den besten 4K-Schirm, den es gibt.“ Okay, und wann genau kommt nun die Textpassage mit dem ROI und dem USP? Oder wenigstens ein paar Specs? Die kommen, genau: gar nicht.

Signage ist ja eher ein stummes Medium. Und so geht es weniger um das, was er sagt, sondern wie er es sagt – und wie das Ganze dann auf einem großformatigen Screen wirkt, oder auf dem Fotomaterial auf einer Hersteller-Website. Und das Ergebnis wirkt nicht gestellt oder albern. Ganz natürlich.

Ergebnis auf einem der Screens der Kamera

Ergebnis auf einem der Screens der Kamera

Schließlich sind beide Profis: Adrian mit seinem Art Director-Brillengestell und dem rot-schwarz-karierten Hemd, der stoisch mit ein paar Handgriffen die Scheinwerfer einrichtet, die Kamera – er arbeitet mit einer Epic von Kamerahersteller Red, die 5K Inhalte bis 120 fps aufzeichnen kann – samt der beiden Hilfsmonitore justiert und schießt.

Und eben Chris, der als Testimonial eine gute Figur macht. Trotz Aufbau drumherum, trotz zugiger Halle und staubiger Luft. Die Stimmung ist konzentriert, aber nicht verkrampft. Profis eben.

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