ISE 2015

Panasonic frischt Portfolio auf

- Amsterdam | Auf der ISE zeigt Panasonic eine neue sowie zwei aufgefrischte Display-Serien. Gemeinsam mit Projektoren inszeniert man Ultra HD. Und ein überzeugendes „Hau den Lukas“-Ensemble zeigt, wie robust UHD-Displays sein können. von Thomas Kletschke

Panasonic-Stand auf der ISE 2015 Ultra HD 84-Zöller und dahinter liegende Projektonsfläche (Foto: invidis)

Panasonic-Stand auf der ISE 2015 Ultra HD 84-Zöller und dahinter liegende Projektonsfläche (Foto: invidis)

Panasonic launcht in diesem Jahr zahlreiche neue Geräte. Allein im Bereich der Projektion werden von 3Chip DLPs bis runter zu den LCD-Serien für den Einsatz in Public- oder Collaboration-Umfelden neue Geräte gelauncht. Mit dem DZ21K2 hat man beispielsweise das 20.000 Lumen-Flaggschiffprodukt für den Rental- und Large Scale Digital Signage-Bereich in einer neuen Generation angekündigt. Ab Juli 2015 sollen die Projektoren europaweit verfügbar sein.

Für das klassische Digital Signage hat Panasonic ebenfalls Neues im Messegepaäck: Insgesamt kommen drei neue Serien auf den Markt, die vorhergehende Serien ablösen beziehungsweise ein neues Marktsegment besetzen.

Panasonic zeigt was Vandalismussicherheit bedeutet (Foto: invidis)

Panasonic zeigt was Vandalismussicherheit bedeutet (Foto: invidis)

Neu ist eine Einstiegsserie des Herstellers, die Serie LFE8. Ab Mai 2015 werden die Displays, die in 43″, 48″, 55″ und 65″ kommen, ausgeliefert. Als Breite des Bezel werden für die LED-hinterleuchteten LCDs 7,5mm angegeben. Punkten möchte man hier beim Preis sowie mit einem relativ geringen Energieverbrauch. Video Walls bis 5 x 5 lassen sich mit den Displays umsetzen, mit Portrait-Inhalten sowie USB Cloningkommen die Displays ebenfalls klar. Bei den Luminanzwerten werden 350 cd/m² erreicht.

Mit 500 cd/m² sind die Displays der LF8-Serie lichtstärker. Sie sind für 24/7 spezifiziert, verfügen über 12mm Bezel und nutzen als Panel jeweils ein IPS. USB Cloning, Daisy Chaining (bis zehn Displays über DVI-D) sowie Quick Failover und Failback. Mit den letztgenannten Funktionen sollen Ausfälle der Hauptquelle schnell bemerkt und eine alternative Eingangsquelle genutzt werden. Ab Herbst 2015 sollen die LF8-Displays in 42″, 49″ und 55″ verfügbar sein.

Die Modelle aus der Reihe LF80 erben alle Eigenschaften der LF8-Screens. Zusätzlich unterscheiden sie sich durch eine höhere Luminanz von 700 cd/m² und DigitalLink-Anbindung (HDBaseT). Über ein LAN-Kabel können Full HD respektive 1080/60p-Inhalte über 100 Meter zum Display transportiert werden.

Kugel kurz vor dem Aufschlag (Foto: invidis)

Kugel kurz vor dem Aufschlag (Foto: invidis)

Außerdem macht man sich bei Panasonic Gedanken über einen offenen und nicht-proprietären Ansatz. Mit der neuen Open Platform sollen Android-basiert und HTML5-fähige Apps und Software bereitgesetllt werden. Schon jetzt hat man Scala, Grassfish und Wondersign auf die Open Platform gebracht. Analog zu den Smart TVs vieler Hersteller, die die Apps verschiedener Anbieter auf den Screen bringen, soll die Open Platform funktionieren. Dabei betont man bei Panasonic, dass man nicht an Lizenzmodellen interssiert sei. Es gehe nur darum, dem Endanwender eine schnell anwählbare Möglichkeit zu bieten.

Selbstredend ist 4k beziehungsweise Ultra HD bei Panasonic ein Thema: bei Projektoren, in der Schwestersparte Broadcast sowie bei Large Format Screens. Bkennatlich hat Panasonic mit dem 98-Zöller und dem 84″-Modell jeweils einen Ultra HD-Boliden im Programm. Am Stand ist das 84-Zoll-Modell gemeinsam mit einer dahinter für eine Projektion genutzten Fläche zu sehen. Beides harmonisch und sehr gut zueinander passend inszeniert (siehe Aufmacherbild).

Nicht alle aktuellen Branchentrends sind auf absehbare Zeit ein größeres Thema bei Panasonic, etwa High Brightness. Allerdings sind lichtstarke Lösungen wie die LFX-Serie (IP 55) für den überdachten Outdoor-Einsatz mit Luminanzwerten von 1.200 bis 2.000 Nits im Programm. Interaktivität und Touch sind ein Panasonic-Thema, wenn auch kein bisheriger Schwerpunkt. Einen besonderen Ansatz hat man bei der Kalibrierung der Displays kleinerer Video Walls: hier zeigt der Hersteller auf der ISE eine Lösung bei der unter anderem eine Nikon DSLR eingesetzt wird.

Wer sehen will, was Vandalismussicherheit bedeutet, kann auf dem Stand durch Knopfdruck eine Metallkugel auf ein 4k Display sausen lassen. Die auf dem Screen zu sehenden Splitter sind nur bewegte Animation. Ein schönes Detail – und eine Spielerei, bei dem man automatisch zusammenzuckt, da das Display von der Kugel richtig was auf den Schirm bekommt.

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