ISE 2015

Urban Chic – Kreative Anregungen bei NEC

- Amsterdam | Am Stand von NEC sieht man: das Urbane steht dem Hersteller. Der Stand ist unter dem Oberthema Stadt gehalten, um verschiedene Szenarien im Detail zu zeigen. Manchmal wird hier das Medium selbst zur Botschaft: Im Jahr 2015 hat NEC noch mehr Wert auf Kreation und die Kooperation mit Kreativen gelegt. von Thomas Kletschke

Willkommen in der Stadt - NEC-Stand auf der ISE 2015 (Foto: invidis)

Willkommen in der Stadt – NEC-Stand auf der ISE 2015 (Foto: invidis)

Auf dem Stand von NEC zeigt der Hersteller zahlreiche Umsetzungen. Bei der Hardware zeigt man das aktuelle Portfolio: Neben Full HD- und Ultra HD-Displays werden Projektoren, aber auch LED-Lösungen ausgestellt. Gemeinsam mit Software- und Kreativpartnern hat NEC verschiedene Einsatzszenarien geschaffen. Und wie im vergangenen Jahr folgt die Messepräsenz des Herstellers auch auf der ISE 2015 einem Leitmotiv. Das ist in diesem Jahr die Stadt, beziehungsweise der urbane Raum.

An der Standgestaltung zieht sich das Leitmotiv der Skyskraper von der Verkleidung bis hin zu Details durch, die dann mit NEC-Lösungen umgesetzt werden. Zwei schöne Inszenierungen für den Aussteller selbst, seine Produkte – und zugleich eine Anregung für verschiedene mögliche Umsetzungen – liefern Urbanscreen aus Bremen ab.

Seit 2005 ist die etwa zehn Mann starke Urbanscreen-Crew im Bereich Projektion und Projection Mapping weltweit im Einsatz. Umsetzungen an und mit dem Opernhaus in Sydney zeigen, wie man Projektionsmedien spannend und schön einsetzen kann. Nun also Amsterdam – eine der europäischen Top-Adressen, wenn es um Design, Urbanistik und Kunst geht.

Der selbsterklärende Projektor: Projektionen von Urbanscreen auf einem PX602UL (Fotos/ Montage:  invidis)

Der selbsterklärende Projektor: Projektionen von Urbanscreen auf einem PX602UL (Fotos/ Montage: invidis)

Am Stand von NEC haben die Bremer Kreativen eine Skyline auf einer transparenten Projektionsfläche geschaffen, die sich verändert. Muss man einfach gesehen haben – direkt in Nähe der Kaffebar des Stands. Eine Umsetzung, die es uns besonders angetan hat: Im abgedunkelten Bereich in dem NEC seine Projektoren zeigt (unter anderem ein Kino-Modell mit externem Gehäuse nur für die Lasereinheit), sind zwei PX602UL montiert, um an der Wand hängend einen teil der Decke im Edge Blending zu spielen. Auf die beiden weißen Projektoren selbst, projiziert Urbanscreen animierte liebevolle und farbige Muster – quasi der bewegte Bauplan, die edlen Innereien eines Projektors. „Der selbsterklärende Projektor“, nennen NEC und Urbanscreen das Projekt.

Das ist er, selbsterklärend – und sieht einfach klasse aus – und man könnte sich zudem vorstellen, dass es eine spezielle Serie gäbe, die mit ähnlichen Prints bedruckt würde; vielleicht mal als Special Edition. Wenn Andy Warhol, Robert Rauschenberg oder David Hockney irgendwelche BMW M1 bepinseln durften, warum nicht mal so etwas?

Technisch gesehen geht es bie NEC besonders um Laser und Ultra HD. Neben dem reinen Projektionsbereich kommt Laser auch bei einer interaktven Projektionswand vor, die mit drei hängenden Projektoren, einer Art Laser-Wand sowie Software-Unterstützung umgesetzt wurde. Man kann quasi eine komplette Wand in der Breite bespielen, und entsprechend Dokumente bearbeiten. Gleich gegenüber ein Szenario mit ShadowSense, in dem gezeigt wird, das Touchpunkt nicht gleich Touchpunkt ist: Wann ist welche menschliche Fingerbewegung – oder beispielsweise eine Bewegung mit der Hand oder der Faust –  wie zu interpretieren. Für kollaborative und weitere Anwendungen interessant. ShadowSense wird auch von einem Cartoonisten live am Stand genutzt, da werden dann eher die spielrisch kreativen Seiten gezeigt.

Umsetzung mit Leafengine bei NEC (Foto: invidis)

Umsetzung mit Leafengine bei NEC (Foto: invidis)

Ebenfalls in zwei Szenarien gezeigt wird der Einsatz der Leafengine. Einmal in Kombination mit einem intelligenten Large Format Display, auf dem sich der Content der Umgebung anpasst: in dem Fall eine Frau, der der Wind durch die Haare fährt. Und zwar exakt dann, wenn die via Leafengine eingebundene Sensorik erkennt, dass Fahrtwind durch eine einfahrende U-Bahn erzeugt wird (siehe Foto). Leafengine im Einsatz mit verschiedenen anderen Sensoren (Sound, Licht, Bewegung), zeigt, wie man sie für Analyse und andere Zwecke einsetzen kann (Beispiele: Wie viele Menschen sind im Raum? Wird ein Produkt aus dem Regal gehoben? Welches Geräusch ertönt?).

Die Content-Kreation – die sich nicht auf ein einzelnes Shooting begrenzt – wird ebenfalls genutzt, um die Farbechtheit auf Spectraview Ultra HD-32″ Modellen oder großformatigen Ultra HD Screens zu   demonstrieren. Dabei kann man sich vor einer ebenfalls neuen LED Wand (2mm Pixelpitch) von NEC filmen oder fotografieren lassen. Und zwar von besagtem Fotoprofi Adrian Weinbrecht, der seit einiger Zeit für NECs visuelles Erscheinen durch diverse Film- und Fotoprojekte verbunden ist.

Diverse weitere interaktive Umsetzungen, Kontrollraumszenarien im direkten Vergleich (mit UHD-Screen, Video Wall und Projektion) oder die verschiedenen Displaytypen, inklusive High Brightness-Lösungen sind bei NEC ebenfalls zu entdecken. Am ersten Messetag wäre es übrigens fast schon zum Kaffee-Engpass am Stand gekommen – allerdings auch nur beinahe. Zudem war der Andrang sehr groß, konnte aber aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr noch offener gehaltenen Standarchitektur gut bewältigt werden. Sprich: Sie werden nicht erdrückt, obwohl Sie eine Menge weiterer besucher und NEC-Mitarbeiter am Stand treffen werden.

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