ISE 2015

Vom Besten mindestens das Gute

- Amsterdam | Rennen, ej? Bei der Lang AG läuft ein spannender 4K Shoot out zwischen zwei Top-Projektoren. Als frischgebackener AOTO-Distributor zeigt man sehr überzeugende Indoor-Lösungen aus dem Segment LED. Displays verschiedener Hersteller gehören ebenso zum Portfolio – gerne auch von Lang veredelt. von Thomas Kletschke

Die Welt aus den Augen von Lang (Foto: invidis)

Die Welt aus der Perspektive von Lang aus betrachtet (Foto: invidis)

Wer Shenzhen immer noch für ein Synonym für globale Schrauberbude mit Ausschussware hält, dürfte im falschen Jahrzehnt unterwegs sein. Längst haben chinesische Unternehmen bei Entwicklung und Fertigung bedeutende Schritte hinter sich gebracht. Das weiß man auch im gut 8.500 Kilometer entfernten Lindlar nur zu gut.

Seit kurzem ist die Lang AG offizieller AOTO-Distributor. Am Stand zeigt Lang eine AOTO LED-Lösung mit 1,2mm Pixelpitch und 1.200 Nits. Mit gut 600.000 Pixeln je Quadratmeter können nun leuchtstarke Lösungen mit überzeugender homogener Farb- und Schwarzwertdarstellung in Indoor-Bereichen umgesetzt werden. Bei Lang sieht man die AOTO M 1.2 als 120″ (Diagonale) beziehungsweise etwa 2,3 m breite Lösung. Damit kann man in etwa Full HD in interessanten Maßen umsetzen.

Das war vor vielleicht fünf Jahren noch ganz anders: Da war LED im Prinzip eine Outdoor-Story. Man hätte für Innenräume keine Wand bauen können, die bei dieser Auflösung nicht einfach zu groß gewesen wäre – vom Pixelpitch ganz zu schweigen. In Folge kann man nun auch in Szenarien wie in Konferenzräumen in Firmengebäuden durchaus eine LED-Lösung angehen.

AOTO LED-Lösung M 1.2 (Foto: invidis)

AOTO LED-Lösung M 1.2 (Foto: invidis)

Lang setzt bei LED neben AOTO auch auf Leyard – man denke an die auf der ISE 2014 gezeigte Lösung mit 1,9 mm Pitch (RTV-P 1,9). Ebenfalls zwei der Hersteller, auf die Lang setzt: Barco sowie Mitsubishi Electric, respektive Diamond Vision. Künftig darf man sicherlich auch AOTOs neue LED Display-Lösung mit 0,75mm Pitch in Langs Rentalpark erwarten. Auch hier wird wie bei der 1,2mm-Schwester auf 24 bit Processing gesetzt. Via Edge Adjust können die Helligkeitswerte der LED-Kacheln justiert werden.

Auch außerhalb des Bereichs LED, der sicherlich das Digital Signage und Segmente wie die Airportwerbung weiter bereichern wird, selektiert Lang – und veredelt die Geräte im Einzelfall. So sind Samsungs neuer 105″ großer 21:9 Screen QM105D ebenso zu sehen, wie der X981UHD von NEC. Letzterer ist auch als Touchtisch-Variante zu sehen, die Lang unter PrimeTouch vermarktet. Die IR-basierte Lösung verfügt über 32 simultane Touch-Punkte. Auch eyefactive gehört zu Langs Partnern, etwa bei der FluxTouch-Serie.

Dass Lang zudem in Punkto Projektion eine Referenz ist, dürfte bekannt sein. Analog zum Thema Frame Rates bei Displays und Monitoren sind auch edelste Projektoren entsprechend noch unterscheidbar. In Amsterdam lässt man in einem abgetrennten Bereich beispielsweise 3 Chip DLP Top Laser-Projektoren von NEC und Panasonic gegeneinander antreten, um zu zeigen, wie Geräte aus dem Olymp des Projektionsbereichs bei unterschiedlichen Frame Rates deutlich unterschiedlich anmutende Ultra HD-Inhalte ausspielen. Das 4K Shoot out zeigt, dass Auflösung längst nicht alles ist. Vereinfacht gesagt: doppelte Hertz-Zahl zahlt sich tatsächlich aus – sehr klar bei der Darstellung schneller Bewegungen, aber durchaus auch bei weniger fixen Bewegungen als etwa in einem Fußballspiel. Bei Listenpreisen in der Kante 77.000 bis 85.000 Euro sehr wichtig für Kunden.

Ganz offensichtlich gibt es bei Lang ein Mantra: vom Besten zumindest das Gute vorzuselektieren. Es gibt unangenehmere Arten erfolgreicher Businessmodelle.

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