Digitale Außenwerbung

Digital-out-of-Home und Emerging Markets sorgen für Rekordzahlen bei JCDecaux

- Mit einem bereinigten Umsatzplus von 5,1 % und Erlösen von über 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2014 hat sich JCDecaux sehr gut entwickelt. Eine erhöhte Dividende sowie ein Aktienrückkaufprogramm werden auch professionelle Investoren goutieren. Die Einnahmen aus digitaler Außenwerbung machen beim Gesamtkonzern 9 % aus. In Großbritannien sorgt DooH inzwischen für 33 % der Einnahmen. von Thomas Kletschke

DooH in UK: Digitale Werbeträger in St. Pancras Station (Foto: JCDecaux)

DooH in UK: Digitale Werbeträger in St. Pancras Station (Foto: JCDecaux)

Denen geht es fast schon zu gut, könnte man meinen: Der französische Außenwerbekonzern JCDecaux kommt mit seinen bereinigten Zahlen im Jahr 2014 auf Umsätze von gut 2,81 Milliarden Euro. Organisch wuchs das börsennotierte Unternehmen im vergangenen Jahr um 3,8 %. Auch der Cash Flow schaut mit rund 298 Millionen Euro (Zuwachs bereinigt: satte 65, 7%) blendend aus. Ein wenig will JCDecaux aus den prallen Kassen nun auch wieder an die Anteilseigner zurückgeben. Geplant ist ein Aktienrückkaufprogramm, was zu einem steigenden Kurs führen wird. Zudem will man die Dividende erhöhen.

Mehrere Bankanalysten hatten in den vergangenen Wochen bereits angedeutet, dass JCD über dem allgemeinen Marktniveau wächst – und sich von vielen Wettbewerbern absetzt. Der Aktienkurs ist entsprechend euphoriegetrieben bewertet. Warum geht es dem Konzern, dessen Anfänge bekanntlich auf jeder Menge mit einer Vespa gefahrener Kilometer und entsprechender Arbeitszeit auf dem Sitzpolster des Rollers beruhen, aber so gut?

Einerseits investiert JCDecaux weltweit dauerhaft in verschiedenen Emerging Markets – 34 % der Umsätze entstammen aus Geschäften in diesen Ländern.

Beispiel Brasilien: In den letzten 24 Monaten hat der Konzern dort durch die Übernahme der Mehrheitsanteile bei Eumex, den in São Paulo – der vormals „Verbotenen Stadt“ für Außenwerbung – erfolgten Wiederauf- und Ausbau von analogen und digitalen Werbeflächen und sicherlich auch Effekte durch die Fußball-WM deutlich zulegen können. Das kommende Mega-Event Olympia 2016 dürfte dort und am ab März 2015 fürs Portfolio hinzugewonnenen internationalen Airport in Rio de Janeiro zu weiteren Einnahmen im laufenden und im kommenden Jahr führen.

Beispiel Afrika: Auch auf dem oftmals vergessenen Kontinent ist JCD aktiv, zuletzt etwa durch das 70 %-Engagement bei Continental Outdoor Media, Afrikas größtem Außenwerber.

Zudem hat die Digitalisierungsstrategie dazu beigetragen. Schon früh hat sich JCDecaux für Digital-out-of-Home entschieden.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass JCD etwa 9 % der Einnahmen durch DooH erwirtschaftet. Auch hier besteht noch ein großes Potenzial. Das gros dieser Einnahmen entstammt dem Premium Digital-Portfolio aus drei Ländern. Dabei ist der Markt in UK besonders weit entwickelt: etwa 33 % der Werbeeinnahmen in Großbritannien geht auf die DooH-Umsätze zurück.

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