Italien

IGPDecaux baut Outdoor-Business aus – JCDecaux will Anteile verdoppeln

- Neue Konzessionen, stärkere Kapitalbasis: Auf dem italienischen Markt baut IGPDecaux derzeit sein Außenwerbeportfolio aus. Zugleich möchte JCDecaux vom drittgrößten Anteilseigner zum Hauptaktionär werden und seine Anteile an IGPDecaux auf 60 % nahezu verdoppeln. von Thomas Kletschke

IGPDecaux-Portfolio: digitale Screens in Mailänder U-Bahnhof (Foto: IGPDecaux)

IGPDecaux-Portfolio: digitale Screens in Mailänder U-Bahnhof (Foto: IGPDecaux)

Noch ist nichts entschieden, aber der börsennotierte Außenwerbekonzern hat bekanntgegeben, seinen Anteil an IGPDecaux sehr stark ausbauen zu wollen. Aktuell gibt es drei Anteilseigner: die italienische Medienholding RCS MediaGroup (unter anderem Corriere della Serra) mit 34,5 %, Publitransport ist mit 33,15 % zweitgrößter Anteilseigner. JCDecaux hält bis dato 32,35 % an dem italienischen Außenwerbespezialisten.

Kürzlich hat JCDecaux erneut sein Interesse an einer starken Aufstockung kundgetan. Gemeinsam möchte man mit Publitransport den gesamten Anteil von RCS erwerben – und zwar so, dass JCDecaux nach einem solchen Deal 60 % an der IGPD halten würde, Publitransport dann 40%. Publitransport ist der italienischen Unternehmerfamilie du Chène de Vère zuzurechnen, die mit Fabrizio du Chène de Vère bereits den CEO von IGPDecaux, und mit Attila du Chène de Vère den COO stellt.

Auch sonst ist IGPDecaux, das eine starke Position bei digitalen Netzwerken (U-Bahnen, Airports) in Italien besitzt, auf Expansionskurs – was durch das künftige stärkere Engagement des französischen Konzerns weiter abgesichert würde. Derzeit ist im Bereich Digital-out-of-Home kein weiterer Ausbau in Sicht, was sich aber ändern dürfte, wenn JCDecaux einsteigt. Das hängt eigentlich nur vom Kaufpreis und entsprechenden Verhandlungen ab.

Momentan baut IGPD dafür sein Street Furniture-Portfolio aus. In Florenz, Lucca, Pisa sowie im toskanischen Prato wird der italienische Außenwerber zahlreiche Haltestellen vermarkten. Allein in Prato – der zweitgrößten Stadt in der Toskana – sollen 120 Wartehäuschen hinzukommen, im ebenfalls in diesem Landesteil gelegenen Florenz erweitern 250 Haltestellen mit Werbeträgern das Portfolio. In und um Pisa ergänzen 130 Wartehäuschen und in Lucca weitere 60 Street Furniture-Möbel den Bestand. Weitere Standorte für Street Furniture hat das Unternehmen derzeit in Mailand, Turin, Bergamo, Lecco, Neapel, Pavia und Pescara.

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