Kreation

Der Mond schiebt sich vor die Sonne – und der Daily Mirror vor The Sun

- Britische Massenblätter stehen im Ruf, nur einen noch gnadenloser zu behandeln als Prominente und Politiker: die eigene Konkurrenz. Der Daily Mirror nutzte jetzt die Sonnenfinsternis, um dem Rivalen The Sun medial eins auszuwischen. Via Digital-out-of-Home schob man sich vor die Sonne und verdeckte sie – analog zur Auflagenhöhe. von Thomas Kletschke

Sonnenfinsternis und Schlagabtausch: DooH-Kampagne des Mirror (Foto: Ocean Outdoor)

Sonnenfinsternis und Schlagabtausch: DooH-Kampagne des Mirror (Foto: Ocean Outdoor)

Manche Wortspiele funktionieren in der Werbung hervorragend. Etwa der Schlagabtausch Mirror versus Sun von Ende letzter Woche. So wie sich – von der Erde aus gesehen – der Mond vor die Sonne schiebt, machte es der Mirror mit seiner Konkurrenz.

Optisch ganz einfach, und via Bewegtbild, ließ der Mirror eine virtuelle Mondscheibe vor eine Sonne schieben, zeitlich passgenau zwischen 9 Uhr und 10 Uhr Ortszeit. Schauplatz des Spektakels war eine DooH-Werbefläche vor der Mall Westfield in London.

Mit der digitalen Eklipse spielte der Daily Mirror auf die nach seinen Angaben höheren Reichweiten seines Mediums im Vergleich zur Zeitung The Sun an. Statt aber bloß 17,5 Millionen Reichweite gegen 13,6 Millionen auszuspielen, betonte man optisch das Wortspiel sowie die Symbole (Mond, Sonne).

Gekoppelt war die Aktion vor dem Screen an der Eat Street mit einer Aktion, bei der ein Mirror-Mitarbeiter eine passende Sonnenbrille verteilte. Der Screen gehört zum britischen Digital-out-of-Home-Netz von Ocean Outdoor. Für das Booking der Kampagne zeichnen Posterscope Manchester und Amplify Carat Manchester verantwortlich.

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