U-Bahn-Netzwerk

JCDecaux errichtet neues DooH-Netz in Helsinki

- Im Sommer 2015 wird JCDecaux ein neues großes Werbe-Netzwerk im Nahverkehrssystem in Helsinki installieren. Ab 2016 wird sich das Netz wesentlich vergrößern. Das bisher drittgrößte Werbe-Netzwerk Finnlands könnte sich zum größten landesweit entwickeln. von Thomas Kletschke

U-Bahn in Helsinki (Foto: Siemens)

U-Bahn in Helsinki (Foto: Siemens)

In der finnischen Hauptstadt Helsinki hat der Außenwerbekonzern JCDecaux jetzt einen Sieben-Jahres-Vertrag für Installation und Betrieb von digitalen und analogen Werbemitteln bei Helsinki City Transport gewonnen. Neben den U-Bahnen und Trams werden auch die Bahnhöfe mit Screens, CLPs und weiteren Außenwerbemedien ausgestattet.

Im traditionell sehr technikaffinen Finnland wurde das Nahverkehrssystem in den vergangenen Jahren ausgebaut und modernisiert. Erste fahrerlose Metros hatte Helsinki bereits 2008 beschafft. Und ab 2016 soll die neue Länsimetro in Betrieb gehen, die den Westen der Agglomeration Helsinkis mit dem Zentrum und weiteren Stadtteilen vernetzt. Verkehrsexperten erwarten ab dann einen weiteren starken Schub: Die Fahrgastzahlen dürften erneut neue Dimensionen erreichen.

Damit bietet sich für das neue Werbe-Netzwerk, das Digital-out-of-Home- sowie klassische Out-of-Home-Medien umfassen wird, ein noch größeres Reservoir an Menschen, die Werbungtreibende künftig erreichen werden. Neben der U-Bahn werden auch die Straßenbahnen und Bahnhöfe von JCDecaux bespielt werden. Die nun gewonnene Konzession läuft sieben Jahre – bereits zuvor hatte der Außenwerber einen weniger umfassenden, sechs Jahre laufenden Vertrag inne. Nach Angaben von JCDecaux konnten die Werbeerlöse in diesem Zeitraum um 50 % erhöht werden.

Schon jetzt gilt das Werbenetz im Nahverkehr von Helsinki als das drittgrößte des Landes. Ziel ist es offenbar, spätestens ab Inbetriebgehen der neuen West-Linien das größte Werbe-Netz in Finnland anzupeilen. Aktuell ist Outdoor-Werbung in Finnland noch unterrepräsentiert – ihr Marktanteil beträgt etwa 4 %.

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