OVAB Digital Signage Summit Europe

Noch Premium, auch bei den Preisen – das Panel „4k in Digital Signage – Chances and Challenges for Today’s Digital Signage Projects“

- Unter dem Motto „4k in Digital Signage – Chances and Challenges for Today’s Digital Signage Projects“ diskutierte das 4K Panel des Digital Signage Summit 2015 über Status quo und Zukunft der Technologie. von Thomas Kletschke

4K Panel-Diskussion mit (v.l.n.r.): Stefan Knoke, Christopher Parker, Jeff Hastings und Oliver Schwede (Foto: invidis)

4K Panel-Diskussion mit (v.l.n.r.): Stefan Knoke, Christopher Parker, Jeff Hastings und Oliver Schwede (Foto: invidis)

Das Panel „4k in Digital Signage – Chances and Challenges for Today’s Digital Signage Projects“ diskutierte unter der Moderation von Oliver Schwede (invidis consulting), inwieweit Auflösungen weit jenseits von Full HD in Digital Signage sich schon durchgesetzt haben, sich durchsetzen werden – und wo 4K noch Zukunftsmusik ist. Auf dem Podium diskutierten Christopher Parker / Sharp, Jeff Hastings / BrightSign, Stefan Knoke / Seen Media.

Ein wichtiger Punkt für die Durchsetzung von 4K auf dem Digital Signage-Markt sind die Kosten. Schnell einigte sich das Panel auf Größenordnungen, in deren Rahmen sich die Mehrkosten von Digital Signage in UHD bewegen. Jeff Hastings erwähnte, dass die Kosten bei einem Player in etwa bei 100 US-Dollar liegen. Nichts dramatisches also, so der BrightSign CEO.

Doch andere Kostenblöcke sind durchaus nicht ohne: Für die Content-Erstellung müsse man mit zusätzlichen 25 % rechnen, schätzte Stefan Knoke. Schließlich seien schon bei der Produktion entsprechend potente Kameras einzusetzen. Auch andere Hardware ist deutlich teurer. Für die Screens etwa seien 20 % bis 25 % an Mehrkosten gegenüber Full HD einzurechnen, so Sharps Christopher Parker bei der Diskussion. Mehraufwand bei Verkabelung und Co. gilt es ebenfalls zu berücksichtigen.

Zudem gab Knoke zu bedenken, dass 4K auch bedeute, dass deutlich größere Datenmengen bearbeitet werden müssen. Für Hastings bietet allerdings der Codec H.265 viele Möglichkeiten, um hier wieder mit Kompression einiges einzusparen. Für ihn stellt 4K nicht nur aufgrund der sehr hohen Auflösung eine gute Chance für die Digital Signage-Industrie und deren Kunden dar. Mit HDR und den deutlich besseren Schwarzwerten böte 4K gestalterisch viele neue Möglichkeiten.

Aus Integratoren-Sicht müsse genau bedacht werden, ob 4K dem Kunden etwas bringe, sagte Stefan Knoke. So gebe es viele Installationen, in denen ein Media Player mehr als einen Screen ansteuere. Würden Media Player durch 4K Player ersetzt, müsste also in vielen Fällen das Netzwerk neu geplant werden. Zudem ein Nadelöhr: WiFi. Denn wo auf mobiles Netz statt LAN ausgewichen werden muss, machen sich die erhöhten Datenmengen schnell störend bemerkbar. Auch hier müsse also gegebenenfalls vorab noch ein Ausbau stattfinden.

Letzlich, so Knoke, gehe es darum, wie preissensitiv die Kunden seien. Hastings betonte dagegen, dass man den Kunden auch erklären müsse, dass 4K heute noch Premium sei – in ein oder zwei Jahren aber vielleicht bereits nicht mehr. Wie beim Sprung auf Full HD sei auch der Ausbau hin zu Ultra HD und 4K quasi unvermeidlich – und die Hardware abwärtskompatibel. So könnten auch Inhalte genutzt werden, die noch in anderen Auflösungen vorlägen.

Alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Konferenz-Webseite: OVAB Digital Signage Summit Europe

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