DSS Europe 2016

Auf dem Weg zur Perfektion

- Multichannel war gestern, Omnichannel ist gefragt: Weltweit sind die Erwartungen an Digital Signage gewachsen, das nur Teil einer ganzen Palette von Kommunikationsmöglichkeiten darstellt – und mit diesen zu einer ganzheitlichen Lösung verzahnt wird. Das zeigte die Keynote im Combined Main Track des zweiten Konferenztags. von Thomas Kletschke

Publikum des DSS Europe 2016 bei der Keynote Turning Stores Into Stories von Oliver Schwede (Foto: invidis)

Publikum des DSS Europe 2016 bei der Keynote Turning Stores Into Stories von Oliver Schwede (Foto: invidis)

Der zweite Konferenztag des Digital Signage Summit Europe 2016 wurde mit der Keynote „Turning Stores Into Stories – Digitally enabled Customer Journey“ eröffnet, die Oliver Schwede / invidis consulting hielt. Aus aktuellem Anlass hatte zuvor Florian Rotberg in einer ersten Analyse nach dem britischen Votum für einen Ausstieg aus der EU die Folgen des Brexits für die Digital Signage- und DooH-Branche skizziert.

Weltweit setzen Retailer und andere Branchen auf immersive visuelle Lösungen. Ein Blick auf große Bauprojekte in Dubai, USA oder Großbritannien zeigt: LED Indoor Signage, Video Walls, Kombinationen aus Poster und Screen oder große Artistic Walls.

„DS is eveywhere“, so Schwede. Und im Hintergrund arbeiten Systeme, die immer mehr Integration erfordern. Sei es bis vor kurzem noch um Multichannel gegangen, so sei nun Omnichannel weltweit im Fokus. Nicht mehr der Komunikationskanal oder die Kanäle sind das Thema, sondern Produkte.

Schwedes These: „Generally ecosystems do not meet customer demand – but customers need qualified end-to-end service“. Sprich: Die Erwartungen der Kunden an mächtige Lösungen können bisher von keiner am Markt befindlichen Lösung komplett und perfekt erfüllt werden.

Wurden vor wenigen Jahren noch Screens installiert und mit Inhalten bespielt sorgte eine zweite Welle für den Siegeszug von Interactive Digital Signage, das die direkte Kommunikation mit Rückkanal erlaubt. Mit Android Signage und den proprietären Lösungen wie webOS oder SSSP / Tizen hat sich die Software weiterentwickelt.

Und besonders am Point of Sale werden die Netzwerke wesentlich größer als bislang. Denn zahlreiche ESL Displays an den Regalen der Händler müssen ebenfalls in die Infrastrukturen vor Ort eingebettet werden.

Derzeit stehen besonders die verschiedenen CMS im Mittelpunkt. Auch CRM und ERP, Exchange und andere Raumbuchungs-Optionen müssen mit leistungsfähigen Lösungen nahtlos umgesetzt werden. Auch die Integration von Social Media Kanälen, Wayfinding und Face Recognition erforderten am Markt derzeit noch viel Integrationsarbeit. Digital Signage ist also komplexer geworden. Weiter im Kommen sind die Trends HTML5, HDR und Ultra HD sowie IoT. Ebenfalls im Blick der Entwickler sind die User Interfaces.

Während sich die individuellen und mächtigen Lösungen der großen Anbieter weiterentwickeln, haben auch die Hardwarehersteller, namentlich die Display-Industrie, bei den proprietären Systemen inzwischen verschiedene Wege eingeschlagen. Neben Closed Ecosystems wie Tizen oder webOS hat sich auch der Ansatz durchgesetzt Curated Android Builts zu nutzen, die eine schnelle Adoption erlauben. Den letzten Weg etwa haben Hersteller wie NEC, Panasonic und Philips eingeschlagen.

Der Weg zu Lösungen, die einerseits alle Erfordernisse abdecken, und die dennoch zu konkurrenzfähigen Preisen für die Kunden angeboten werden, ist eingeschlagen. Am Ende der Reise müssten End-to-End Lösungen stehen, deren Implementation schnell und einfach erfolgen kann. Zudem müssten weiterhin die Services im Blick sein. Denn Service Level Agreements (SLAs) großer Kunden erforderten manchmal das garantierte beheben von Fehlern im Netzwerk innerhalb von Stunden, weltweit.

Alle News zum Digital Signage Summit Europe 2016 gibt es hier: Digital Signage Summit Europe // Deutsche News

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