ISE 2017

Digital Signage Konsolidierung und strategische Neuausrichtungen

- Amsterdam | Scala entwickelt sich zu einem Vollanbieter mit eigener Scala Hardware und erweiterten Services (invidis Bericht). Viele im existierenden Partnerökosystem sehen diese Entwicklung sehr kritisch. Das Risiko ist groß treue Systemintegratoren zu verlieren. Aber es kann auch durchaus der Beginn einer noch weiter beschleunigten Konsolidierungsphase sein. von Florian Rotberg

In Position bringen - Konsolidierung nimmt an Dynamik zu (Foto: invidis)

In Position bringen – Konsolidierung nimmt an Dynamik zu (Foto: invidis)

Ein Blick nach Skandinavien lässt erahnen wie schnell sich Märkte verdichten können. Wer Stratacache CEO Chris Riegel auf der invidis Konferenz (DSS ISE) in Amsterdam gehört hat, wird nicht glauben das Stratacache die Übernahmeaktivitäten nun plötzlich einstellt. Auf den Messegängen wurden bereits weitere europäische Transaktionen gehandelt.

Auch der Aufbau einer eigenen Serviceinfrastruktur in Europa bis Jahresende zeigt die Ambitionen. Neben eigenen Mediaplayer sollen auch LED und Displays ins Scala Portfolio aufgenommen werden. Sanfte Veränderungen sind sicherlich nicht die Sache von Chris Riegel. Es ist erst die Hälfte der Strecke auf dem Weg zur Umsatzmilliarde erreicht worden. Die Verdoppelung in 2-3 Jahren wird nur über Gesamtprojekte gehen. Laut Chris Riegel erreichen aktuelle Ausschreibungen in Nordamerika bereits ein dreistelliges Projektvolumen.

Aber auch jenseits von Scala gibt es an der Digital Signage Front neue Entwicklungen. Easescreen in Graz profitiert von den Veränderungen und Verunsicherungen im Markt und kann bei den Marktanteilen zulegen. Die Schweizer Spinetix – bisher ausschließlich im Premiumsegment mit Player & Software unterwegs – rundet das Produktportfolio in die Mitte und Einsteigerbereich ab. Die Wiener Grassfish hat bereits im vergangen Jahr Software und Preismodelle revolutioniert – auf der ISE waren die Österreicher nur mit einem kleinen Besprechungsbereich vertreten. Viele andere Softwareanbieter sind gar nicht mehr auf der ISE vertreten und verschwinden somit auch zunehmend vom Radar.

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